Anfang 2016 startet DSDS zum 13.Mal durch. In den letzten Wochen liefen die Castings. Ein jeder denkt an drängende Menschenmengen, schreiende Teenager und hinter einem Pult die Jury. Doch so läuft das in Wahrheit nicht ab.

 

Das Casting

Eine Vorjury prüft, wer überhaupt zu Bohlen & Co. vor gelassen wird. Hier ist einiges entscheidend: Aussehen, Gesangstalent, ein Schuss Verrücktheit, eine spannende Geschichte. ABER: Man muss nicht alles davon haben, für die 1.Runde reicht manchmal auch schon ein Punkt davon aus. Nicht zum 1.Mal käme eine dralle Schönheit, ohne Stimme, bis zum "Bohlen-Casting" durch.

Alle Staffeln starten mit den so genannten Vorcastings.

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In verschiedenen Städten können sich Talente, oder solche die meinen sie wären ein Talent, der Vorjury stellen. 

Bei diesen Vorjuryterminen war in den letzten Jahren immer viel los, manche campierten schon ab 4 Uhr morgens, um zum Castingstart eine gute Startposition zu haben. Stundenlanges Warten in der Schlange war üblich.

 

Wir haben ein Casting besucht

So haben wir uns das diesjährige Casting in Berlin angeschaut, vielleicht ist ja das ein oder andere bekannte Gesicht zu sehen.

Um ein gutes Sichtfeld zu haben, hatten wir unsere "Vorhut" schon um 9.30 Uhr los geschickt. Doch diese meldeteten "Da ist niemand". Kurzer Check, ob wir die Adresse verwechselt haben, Nein - alles richtig. Seltsam.

So machten wir uns einige Zeit später, auch auf den Weg zur Stralauer Str., direkt am Osthafen von Berlin.

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Hier hat das Unternehmen "Die Fernsehwerft" seinen Sitz. Ein Medienunternehmen mit zahlreichen Kontakten. Ideal, der große Platz vor dem Gebäude, direkt am Wasser. Hier standen zwei Tourbusse, ein großes Kuppelzelt und ein Pavillion. Auch zahlreiche Absperrungen, für die Hunderte (Tausende?) Teilnehmer die erwartet wurden.

Aber Teilnehmer, waren nur ganz spärlich zu sehen. Vielleicht 12 Teilnehmer standen in der Schlange, am Anmelde-Pavillion.

 

Casting bestanden, aber trotzdem nicht vor Bohlen singen

Einige wenige kamen Freude strahlend heraus, wir fragten, ob sie nun vor die Bohlen-Jury treten werden. Doch da hatten wir uns getäuscht. Denn nach diesem Vorcasting, folgt ein Casting-Workshop. Da werden die Teilnehmer anscheinend fit gemacht, für die Fernsehjury. Am Ende des Casting-Workshop, entscheidet eine weitere "Vorauswahljury", wer nun vor die "echte Jury" darf. Mit dabei auch Baron Ralph Edler von Görbitz (35). Jedem DSDS-Fan durch seine skurrilen Auftritte bekannt. Doch heute kommt er nicht weiter. 

Teilnehmen kann jeder, der 2016 zwischen 16 und 40 Jahren alt ist.

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Diesmal sollen auch alle Musikrichtungen zum Zug kommen. Also egal ob Reggae, Punk, Schlager, Deutschrock oder andere Richtungen.

 

Knallharte Verträge

Die Interessenten erfahren, dass sie drei Songs vorbereiten und an das "passende Outfit" denken sollen. Es dürfen keine eigenen Songs sein, sondern nur solche, die man auf CD kaufen kann. Unterzeichnen muss der Teilnehmer eine Art Vorabvertrag. Ohne diesen gibt es keine Teilnahme an DSDS. Im Vertrag muss der Sänger/in unterzeichnen, dass er damit einverstanden ist, dass bei Teilnahme an der Show, ein Künstlerexclusivvertrag geschlossen wird. Dies bedeutet: Der Teilnehmer bindet sich an DSDS/RTL, über die Teilnahme hinaus. Ein Managementexclusivvertrag ist außerdem Voraussetzung für die Teilnahme. Teilnehmer die im Bewerberbogen angeben, dass sie bereits ein Management haben, werden so sicher schlechte Karten haben, denn man muss im Vertrag bestätigen, dass man KEINES hat. Sämtliche Rechte werden UNENTGELTLICH dem Produzenten übertragen.

Auch Privatfragen müssen beantwortet werden, u.a. ob man schon einmal eine Schulklasse wiederholt habe und wenn ja, wie oft.

 

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