Am späten Mittwoch kam es zu massiven Ausschreitungen, aber nicht nur am Grenzzaun Serbien/Ungarn. Auch in Mazedonien ging es brutal zu.

 

Eltern werfen ihre Kinder über den Grenzzaun

Hunderte #Flüchtlinge forderten am Grenzzauntor zu Ungarn, dieses zu öffnen. Als dies nicht geschah, warfen sie mit Steinen und Gegenständen auf die Polizisten. Zahlreiche Eltern warfen ihre Kinder über den Zaun, um diese in Sicherheit zu bringen. Mehrere Kinder wurden dabei verletzt.

Als die Lage komplett eskalierte, reagierte Ungarn und brachte Wasserwerfer zum Einsatz. Einige Flüchtlinge fanden auch hier noch Wege, weiter mit Gegenständen zu werfen.

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daraufhin wurde Tränengas eingesetzt.

 

Terrorist unter den Flüchtlingen

29 Personen wurden fest genommen, darunter soll sich, laut Ungarns Sicherheitschef, auch ein gesuchter Terrorist befinden. Zur Abschreckung wurde bereits ein Gerichtsverfahren gegen einen Iraker durchgeführt. Dieser hatte die Grenze ohne Genehmigung übertreten.

Die Eskalation am Grenzzaun Serbien/Ungarn, das Gerichtsverfahren und die Schließung der Grenzen, hat sich bereits bei den Flüchtlingen herum gesprochen. Diese wählen bereits andere Routen.

 

Vor allem junge Männer auf der Flucht

Es ist zu beobachten, dass nun Kroatien als Durchgangsland genutzt wird. Kroatiens Regierung erklärte, dass allein am Mittwoch bereits 1200 Flüchtlinge von Serbien nach Kroatien gekommen sind. Überwiegend wären es Männer, nur ein Viertel seien Frauen und Kinder.

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Es fällt immer wieder auf, dass vor allem junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren auf der Flucht sind.

Kroatien wolle die Flüchtlinge sofort weiter nach Deutschland schicken, so Kroatiens Regierungschef Zoran Milanovic.

 

Ungarn baut weitere Grenzzäune und schließt diese für einen Monat komplett

Der ungarische Botschafter in Belgrad, teilte dem Außenminister Serbiens mit, dass die Serbisch-Ungarische Grenze Horgos/Röszke für einen Monat geschlossen wird.

Regierungschef Orban will nun auch einen Grenzzaun zu Kroatien bauen. Ein weiterer Grenzzaun soll entlang des Fluss Mures (Grenze zu Rumänien) entstehen. Das sei laut Orban nämlich die nächste Route, die die Flüchtlinge nehmen würden.

 

Neue Routen - das Ziel bleibt Deutschland

Die Flüchtlinge wählen nun neue Routen, das Ziel ist aber immer gleich: Deutschland.

Bisherige Route (siehe Bild oben):

Über die Türkei - Griechenland - Mazedonien - Serbien - Ungarn - Österreich - Deutschland

Neue Routen (siehe Bild oben):

  • Türkei - Griechenland - Serbien - Kroatien - Slowenien - Österreich - Deutschland
  • Türkei - Griechenland - Albanien - Italien - Österreich - Deutschland
  • Türkei - Griechenland - Mazedonien - Kosovo - Serbien - Bosnien - Kroatien - Slowenien - Österreich - Deutschland

 

Mazedonien knüppelt Flüchtlinge mit Schlagstöcken nieder

Mazedonien demonstrierte sofort Stärke, an der Grenze wurde das Militär eingesetzt.

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Ankommende Flüchtlinge wurden

mit "Sit, sit!!" ("Sitz, sitz!!") angeschrien. Wer sich nicht sofort setzte, wurde mit Schlagstöcken nieder geknüppelt.

Kroatien hingegen will den Flüchtlingen durch das Land helfen.

 

Bild: Mamba / Open Streetmap

 

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