Viola Davis brilliert in How to Get  Away With Murder 

 

In den USA kommen die Zuschauer schon seit dem 25. September 2014 über den Sender ABC in den Genuss der Juristendrama-Serie, die nun mit gleich zwei Folgen am Stück auch bei uns auf VOX angelaufen ist. How To Get Away With Murder handelt von der brillianten Strafverteidigerin und -professorin, die fünf ehrgeizige und fähige Jurastudenten aus ihrem Kurs auswählt, um in ihrer Kanzlei zu helfen, oftmals schuldige Angeklagte vor Gericht freizusprechen. Hierbei werden sie unvermittelt vom Hörsaal direkt in einen verwickelten Mordfall geschleudert.

Viola Davis verkörpert die zweifellos geniale und zugleich undurchsichtige Annalise Keating, meist nur Annie genannte Strafverteidigerin direkt, nein, gnadenlos, strategisch versiert, manipulativ und skrupellos.

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Sie ist das lebende Beispiel für das in der Serie unterwanderbare Rechtssystem - für den Freispruch sind in How to Get Away with Murder beinahe alle Mittel willkommen, auch wenn das Recht gebeugt und gar gebrochen werden muss. Hierbei zeigt die Serie die kalte Brutalität des Lebens im Gegensatz zur trockenen Nüchternheit des Gerichtssaals und vereint so auch zwei spannende Genres miteinander, den Krimi und die Anwaltsserie. Die gewissenlose Seelenlosigkeit des Gerichtssaals zeigt oft den größeren Horror als die Verbrechen der Realität. Wo Suits die angenehmen Seiten des Anwaltslebens zeigte, zeigt How to Get Away with Murder den steinigen und skrupellosen Weg dorthin.

 Viola Davis bringt ihre Annie unglaublich stark, lebendig und realistisch auf den Bildschirm und gewann daher beim renommierten People's Choice Award 2015 den Preis für die beliebteste TV-Serien Newcomerin (Favorite Actress in A New TV Series), während How to Get Away with Murder in der Kategorie Favorite New TV Drama abräumen durfte.

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Und zwar zu Recht - nach über 14 Millionen Zuschauern in den USA zur Pilotfolge behielt die Serie im Verlauf der ersten Staffel konstant um die 9 Millionen Zuschauer und könnte dank günstigem Sendezeitpunkt auch in heimischen Landen Erfolg ernten - die Quoten werden's zeigen. Man kann natürlich stattdessen auch irgendwelche Flitzpiepen auf RTL gucken, die nackt über (zugegeben traumhaft schöne) Inseln hüpfen oder sich vor'm Bohlen zum Horst machen - oder sich für im heutigen Free TV selten starke Qualitätsware entscheiden. Die Einschaltquoten von Promi Big Brother lassen Schlimmes vermuten.

Die Judikative der Zukunft - starke Ensemble-Leistung in How to Get Away with Murder

 

Viola Davis' engagierte Mitstreiter sind Connor Walsh, gespielt vom in den Staaten schnell sehr beliebt gewordenen Jack Falahee, der sich schnell in die "flexiblen" Bedingungen des Verteidigungsstrafrechts einfindet und von der Gay and Lesbian Entertainment Critics Association (GALECA) für den "We're Wilde About You" Rising Star Award nominiert wurde - gewonnen hat er ihn allerdings nicht.

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Man darf gespannt sein, wann die FCC wieder Beschwerden über homosexuelle Handlungen erhält, wie schon bei The Walking Dead und Game Of Thrones. Alfred Enoch spielt den ruhigen "Nachzügler" Wes Gibbins und war für den Image Award 2015 nominiert. Auch leer ausgegangen. Aja Naomi King spielt die zögerliche Michaela Pratt, ebenfalls für den Image Award nominiert. Auch nüscht mitgenommen. Den ehrgeizigen Asher Millstone spielt Matt McGorry (bekannt aus Orange is The New Black), und Karla Souza ist die schüchterne Laurel Castillo. Dem zu recht vielfach nominierten Cast sieht man die Spielfreude definitiv an, die Performance ist mehr als glaubwürdig.

 

13 Folgen sollte die erste Staffel von How to Get Away with Murder ursprünglich umfassen, doch nach dem Erfolg der ersten beiden Ausschnitte aus den Abenteuern von Viola Davis und Jack Falahee wurden vom Sender ABC zwei weitere Folgen bestellt - und geliefert. Ab dem 24. September 2015 läuft dort dann auch die zweite Staffel mit 15 neuen Folgen.

 

Bild: Instagram(/howtogetawaywithmurder) #Fernsehserien #Hollywood #Fernsehen