Wenn man sich unser Titelfoto anschaut, erkennt man Lusy kaum: Blonde Haare, lila Lippenstift, behangen mit Schmuck und ein unnatürlicher Hautton. Lusy versteckt sich mit solchen Bildern nicht mehr. "Da war ich noch minderjährig und kam trotzdem in das Solarium rein." Sie war süchtig nach Solarien.

Fremd im eigenen Körper

Schon als Teenager war die gebürtige Weißrussin nie zufrieden mit ihrem Körper. Ihre wunderschönen Knopfaugen, die süße Stupsnase und die weichen Lippen - schon als 16-Jährige war Lusy ein auffallend hübsches Mädchen. Hören wollte sie das nicht. Die jugendliche Lusy verbrachte sehr viel Zeit vor dem Spiegel.

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"Frauen mit tollem Körper habe ich immer beneidet", erzählt sie. "Und ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal so sehr wohlfühlen werde in meinem eigenen Körper." Heute tut sie es - nach Operationen, größeren Brüsten und Lippen sowie gemalten Augenbrauen.

Schon als junges Mädchen vernarrt nach Perfektion

Lusy weiß was sie an ihrem Körper verändert hat und macht keinen Hehl daraus, dass sie unbedingt auffallen wollte. Bereits in jungen Jahren hatte sie den Drang danach. "Ich wuchs sehr arm in einer Vorstadt von Weißrussland auf und bin mit 12 nach Österreich gezogen." Brach am Anfang eine Welt für Lusy zusammen, weil sie ihrer Heimat entrissen wurde, begriff sie den Weg in den Westen als ihre Chance. "Hier standen mir viel mehr Möglichkeiten offen." Mehr als in Weißrussland. Und Lusy wurde nicht enttäuscht.

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Von der Bankkauffrau zur Unterhaltungskünstlerin

"In Österreich machte ich meine Abschlüsse, hatte einen tollen Job - und ich begann aufzufallen." Doch die Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Lusy veränderte ihr Aussehen, legte sich unter das Messer und sorgte damit für Unverständnis bei einigen Menschen. Aber mit dem neuem Körper war sie endlich sie selbst. "Ich begann das zu machen, was mir Spaß macht." Sie schmiss den Bankenjob und begann mit ihrem Aussehen Geld zu verdienen. Das Geschäft lief gut.

Unschön für andere, aber die Schönste für sich selbst

Lusy war endlich am Ziel. Klar, viele sahen sie als "aufgedonnerte Tussi" an. Eine, die es nötig haben muss, sich für Geld so aufzubrezeln. Doch die 26-Jährige war zufrieden mit sich. Es gibt Frauen, die fühlen sich mit 40 Kilo übergewichtig. Und es gibt Lusy, die sich eben optisch nie wirklich schön fühlte, so wie sie früher war.

Sponsoren wurden auf die Trainerin Lusy aufmerksam

Ihr Stolz ist ihr Bauch, weil der besonders gut trainiert sei.

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Lusy begann vor drei Jahren ihre Leidenschaft für Fitness zum Beruf zu machen. "Ich machte eine Ausbildung zur Trainerin und begann im Fitness-Studio zu arbeiten." Im Social Media waren ihre Fotos und das Fitnessprogramm der Renner. So wurde auch ein Hersteller von Sportnahrung auf sie aufmerksam.

Seit einem Jahr Geschäftsfrau mit eigener Firma

Heute macht Lusy keinen Hehl daraus, Nahrungsergänzungsmittel zu vertreiben. "Mein 'Ich bin einfach anders' brachte mich zu Zec+ Nutrition (Hersteller Sportnahrung, Anm. d. Autors)." Im Sommer 2014 eröffnete sie ihren ersten Shop. Sie vertreibt neben den benannten Präparaten, auch Bekleidung und unterstützt Interessierte bei Sport- und Ernährungsprogrammen. "Niemand soll so aussehen wie ich, aber sich im eigenen Körper wohl fühlen."

Manuel von Big Brother kannte Lusy bereits vorher

Lusy ist im "#Big Brother"-Haus eher unauffällig. Mal abgesehen von der letzten Challenge, wo sie ein Hasenkostüm trug. "Ich will in die Show gehen, damit mich Leute richtig kennen lernen und mich nicht nur auf das Äußere reduzieren", sagte Lusy vor ihrem Einzug. Sie gab auch zu, Manuel (letztes Bild, Galerie) vorher gekannt zu haben. Sie weiß, dass es immer Menschen da draußen geben wird, die sich lustig über sie machen werden. Aber Lusy kann das verkraften. Sie wollte das hier einfach alles nur ehrlich mal gesagt haben.

Fotos und Quellen: Lusy Skaya, PR B.Baustelle Wien

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