Der VW-Skandal wird die Konsumenten und vor allem die Anwälte der jeweiligen Interessensgruppen noch lange beschäftigen. Jeremy Clarksons Position bezüglich dieses Themas ist hinlänglich bekannt und hat für einigen Unmut gesorgt. Wie auf „thisismoney.co.uk“ zu lesen, bezeichnete vor kurzem eine Konsumentenanwältin #Jeremy Clarkson wegen dieser Aussagen schlicht und einfach als einen Idioten.

Erweisen sich Aussagen des Ex-„Top Gear“-Moderators Clarkson als kontraproduktiv?

Besonders der Satz, dass es Clarkson egal sei, was aus dem Hintern seines VW kommen würde, erregte den Unwillen von Bozena Michalowska von der Anwaltskanzlei Leigh Day, die sich momentan um die Interessen der Geschädigten bemüht.

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Michalowska hat sich in Rechtsstreitigkeiten gegen Pharmaunternehmen und Tabakriesen einen Namen gemacht und vertritt derzeit ca. 4500 PKW-Besitzer mit dem Ziel einer finanziellen Entschädigung ihrer Mandanten. Aus diesem Grund wird die Aussage Clarksons als besonders kontraproduktiv empfunden.

VW-Skandal in den Augen Clarksons nur heiße Luft?

Aber auch Jeremy Clarkson legte bezüglich des VW-Skandals verbal noch einige „Schäuflein“ nach. Mit der Aussage, dass VW endlich zum Angriff übergehen sollte, stelle sich der Ex-„#Top Gear“-Moderator schützend vor den Konzern. Wie die britische Zeitung „The Week“ online berichtete, verglich Clarkson die VW-Täuschung mit einer kleinen Täuschung im Lebenslauf, um ihn etwas „aufzupeppen“. Nicht mehr und nicht weniger. Außerdem hatte der Konzern keine andere Wahl, als seine Motoren zu erneuern.

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Bemerkungen, die Jeremy Clarkson von Seiten des Geophysikers Bill McGuire, heftige Kritik einbrachte.

Ex-„Top Gear“-Moderator Clarkson holt zum Rundumschlag gegen die BBC aus

Dass der Rachedurst des „Autogottes“ Clarkson aber noch nicht gestillt war, bewies der Ex-„Top Gear“-Moderator in einem Rundumschlag gegen die BBC, deren Berichterstattung zum VW-Skandal so gar nicht Clarksons Wohlwollen gefunden hat. Um seinem „gerechten Zorn“ Ausdruck zu verleihen, verwandelte er die Rezension eines BMW`s in der „Sunday Times“ just in eine BBC-Kritik, die den Rat enthielt, sich in der wirklichen Welt über Emissionen oder andere „PC-Blödheiten“ keine Gedanken zu machen.

Inmitten der Diskussionen über die „Wiedergutmachungsaktionen“ des VW-Konzerns muss man Clarkson aber trotzdem zugutehalten, dass er seinem Namen als schrägster Auto-Journalist wieder alle Ehre gemacht hat.

Foto: Gerry Lauzon – CC-BY 2.0 – flickr.com