#James Bond ist nicht nur Filmgeschichte, sondern auch ein Querschnitt der letzten Jahrzehnte der Popmusik. RTL und Oliver Geissen haben dem staunenden Fernsehpublikum die besten fünfzehn #James Bond Hits präsentiert und über Geschmack lässt sich natürlich streiten. Die Auflösung welcher Titel die Nummer eins erobert hat, war allerdings sehr hausbacken. Außerdem ließ sich eine Tendenz ausmachen – neuere Titel hatten bessere Karten.

Vom Tiger bis zu Madonna

Im untersten Drittel der Platzierungsliste findet sich auf Platz fünfzehn der „Tiger“ - Tom Jones. Nahezu unverwüstlich schaffte er immer wieder ein Comeback – mit „Kiss“ von Prince oder „Sexbomb“ war er bis ins hohe Alter erfolgreich.

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1965 war er auch für James Bond tätig - „Thunderball“ war sein Beitrag. Matt Monroe ist hingegen kaum mehr bekannt – 1963 sang er „From Russia with love“. Rita Coolidge war mit Kris Kristofferson verheiratet und von ihr stammen einige Country-Perlen der 70er Jahre. „All time high“ barchte ihr 1983 auch James-Bond Ehren ein. Warum „The world is not enough“ (1999) von Garbage auf Platz zwölf landet ist doch ziemlich fragwürdig, der Modonna-Bonus befördert „Die another day“ (2002) auf Platz elf.

A-Ha, Paul McCartney und Duran Duran im Mittelfeld

„The living daylights“ - sicherlich kein Meisterwerk, gesungen von A-Ha, auf Platz zehn. „Licence to kill“ singt Gladys Knight 1989 und landet auf Platz neun. Gewaltig unterbewertet „Live and let die“ von Paul McCartney & Wings auf Platz acht. 1973 entstanden ist es sicherlich einer der besten Titel der 70er Jahre überhaupt.

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Duran Duran schaffen es mit „View to a kill“ auf Platz sieben. Ähnlich erfolgreich wie Johnny Logan beim Eurovision Song Contest ist Shirley Bassey als Interpretin von James Bond Klassikern. Dreimal durfte sie ran - „Moonraker“ schaffte es nicht unter die Top-15, aber „Diamonds are forever“ eroberte zu Recht Platz sechs.

Die Nummer Eins?

Das Bond-Thema schaffte den Sprung an die Spitze. Okay – diese Platzierung wäre gerechtfertigt wenn man den in den Bond-Filmen am öftesten gespielten Titel wählen würde. Platz zwei für „Golfdinger“ von Shirley Bassey passt da schon eher. „Golden eye“ von Tina Turner (1995) und „Skyfall“ von Adele (2012) unter den Top-5? Naja – da wurden wohl auch andere Kriterien als musikalische bewertet. Auf Platz fünf kam Sheena Eastons „For your eyes only“ (1981) – sicherlich für viele die wahre Nummer eins der James Bond Hitparade.

Foto: Dave McLear, flickr.com #Oliver Geissen