Seit der Trailer zum neuesten Star Wars-Abenteuer herauskam, sind viele Kinofans sehr gespannt. Mit Sehnsucht erwarten sie den neuesten Star Wars-Film "Das Erwachen der Macht", der bei uns am 17. Dezember anlaufen soll. In den USA bricht der Ticketvorverkauf schon jetzt alle Rekorde. Auch hierzulande nimmt der Kartenvorverkauf gigantische Ausmaße an. Wie der Branchendienst "Blickpunkt: Film“ mitteilte, hat die Kinokette CineStar bereits 40.000 Tickets unters Volk gebracht.

Disney-Boykott lässt Vorverkauf schwächeln

Cinemaxx als deren größter Konkurrent hat noch gar nicht mit dem Vorverkauf begonnen. Will man jedoch auf der Internetseite des Unternehmens eine Eintrittskarte für das neueste Star Wars Abenteuer vorbestellen, bekommt man eine enttäuschende Info zu lesen.

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Dort steht: "Aufgrund von noch laufenden Vertragsverhandlungen mit unserem Partner The Walt Disney Company GmbH können wir den Vorverkauf von „Star Wars - Episode 7“ zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht starten. Sobald wir zu einem positiven Ergebnis gekommen sind, startet der Vorverkauf auch bei uns."

Es sieht also ganz danach aus, als ob einige Kinobetreiber, insbesondere in kleineren Städten, den Film gar nicht zeigen werden. Auch manche Mitglieder des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater boykottieren den Disney-Konzern aufgrund rigider Verleihbedingungen. Bereits am 23. April eskalierte der Konflikt mit dem Start des Films “Avengers 2“.

Muss man allen Forderungen von Disney nachgeben?

Disney verlangt von den Kinobetreibern immerhin mehr als die Hälfte des Ticketpreises als Miete. Zunächst betrug die Verleihgebühr 47,5 %, was immer noch viel ist und eigentlich nur mit dem Begriff „habgierig“ beschrieben werden kann.

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Außerdem will der Disney-Konzern seinen Vertragspartnern weitere unangenehme Klauseln unterjubeln. Eine dieser Klauseln trägt den harmlosen Namen Verlängerungsklausel, bedeutet aber eigentlich vollkommene Freiheit für Disney, dem Kinobetreiber vorzuschreiben, wie lange er den Film zu spielen hat. Damit greift Disney also direkt in die Programmgestaltung vor Ort ein. Es entsteht unweigerlich Kostendruck, was wiederum dazu führt, dass Kinobesucher eigentlich pro Karte ca. zwei Euro mehr bezahlen müssten. Bevor wir uns also auf aufregen, dass mancher Betreiber auf die Vorführung des Films verzichtet, sollten wir uns fragen, ob wir bereit wären, mehr Eintrittsgeld zu bezahlen. Derweil müssen wir uns wohl mit TV-Serien aus Hollywood vertrösten, von denen einige sehenswert sind.

Vorschriften von Disney: Wo ist die Grenze erreicht?

Immerhin 180 deutsche Kinos hatten sich damals am Disney-Boykott beteiligt. Noch ist nicht bekannt, wie viele von ihnen auch dem neuesten "Star Wars-Abenteuer" eine Absage erteilen werden.

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Bisher spricht man von 50 Verleihern, die konsequent bleiben wollen. Viele andere geben den Druck von Disney nach. Im Hauptverband Deutscher Filmtheater werden die Boykotteure nicht unbedingt wohlwollend betrachtet. Niemand der Beteiligten will sich mit Hinweis auf laufende Verhandlungen konkret zur Situation äußern. (Quelle: Spiegel online)

Was Hollywood sonst noch zu bieten hat:

Bild: Kathleen Kennedy, J. J. Abrams and Lawrence Kasdan at the 2015 San Diego Comic Con - by Gage Skidmore - flickr.com/photos/gageskidmore/19681472365/ - Licensed under CC BY-SA 2.0 via Commons #Kino #Hollywood #Marketing