Hans Entertainment ist einer der Internetstars der Stunde. Bis zum letzten Jahr war „der dickste Fisch von Facebook“, wie ihn die Bild in einem Artikel liebevoll genannt hat, allenfalls Insidern ein Begriff. Inzwischen hat Hans Entertainment 423.648 Likes auf Facebook und knapp 100.000 Leute haben seinen #YouTube-Kanal abonniert. Doch neben seinen YouTube-Videos hat Hans in diesem Jahr auch musikalisch auf sich aufmerksam gemacht. Mit seiner Hit-Single „Hoch die Hände Wochenende“ erzielte er bereits mehr als sieben Millionen Aufrufe.

In Hans Entertainment erkennt sich Jeder wieder

Doch warum ist Hans Entertainment eigentlich so erfolgreich? Anders als YouTuber, wie Dagi Bee oder Bibis Beauty Palace gibt er weniger Ratschläge, sondern erzählt Geschichten aus dem Leben in denen sich viele Menschen wiedererkennen.

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Wenn Hans nicht gerade von seinen Party-Eskalationen erzählt, stellt er gelegentlich auch mal ein Video ein, in dem er einfach den Rasen mäht oder im Zug fährt.

Vor zwei Monaten engagierte er sich jedoch gegen Mobbing in jeglicher Art und forderte seine Fans auf, dies fleißig in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Ist Hans Entertainment homophob?

In seinem Video „Mein Wort zum Sonntag“ vom 10.09.2015 sagte Hans Entertainment, dass es egal sei „ob du fett bist, ob du dünn bist, ob du heiß bist, ob du scheiße bist oder ob du schwul bist“. Kritiker hatten sich im Anschluss gefragt, warum er in dieser Aufzählung explizit Schwule mit aufgenommen hatte und fragten sich, ob Hans etwas gegen Homosexuelle haben würde.

Dabei führten diese auf, dass Hans schließlich laut einem Artikel der Huffington Post in der Vergangenheit mit der rechten Szene in Verbindung gebracht wurde.

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Schließlich hing in seinem ersten Video vom 9. Juni die bei Neo-Nazis beliebte Reichskriegsflagge aus der Kaiserzeit an der Decke.

Zudem hat Hans Entertainment in einem Interview mit Fudder.de in der Vergangenheit auch ganz offen zugegeben, dass er für eine kurze Zeit in der Salafisten-Szene nach Anerkennung gesucht hatte. Im Internet lassen sich sogar Bilder finden, auf denen er mit den bekannten Predigern Pierre Vogel und Sven Lau zu sehen ist. Im Endeffekt also beide Milieus, denen in der breiten Bevölkerung immer wieder eine gewisse Schwulenfeindlichkeit nachgesagt wird.

Hans Entertainment hat sich selbst gefunden

Allerdings sagt Hans Entertainment in seinem Interview mit Fudder.de auch, dass er zur damaligen Zeit von einem Unglück ins Nächste geschlittert sei und einfach Zeit brauchte, um sich selbst zu finden.

Dies nehmen wir dem guten Hans auch ab. Nun zu sagen, dass er aufgrund seiner Vergangenheit oder seiner Äußerung etwas gegen Homosexuelle hat, wirkt da schon ziemlich weit hergeholt. Allenfalls die Formulierung war vielleicht ein wenig unglücklich gewählt. Also halten wir es ganz mit Hans Entertainment und sagen zu all den Hatern „Amenakoi“.

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