Mit einer deutlichen Überlegenheit gegenüber Dschungelprinzessin Wollersheim sichert sich Menderes die Jubiläums-Dschungelkrone 2016 absolut verdient und gibt einen würdigen Gewinner.

Über Sinn und Unsinn des Sendeformats "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" kann man sicherlich streiten. Und trotzdem, das #Dschungelcamp zeigt jedes Jahr  - spätestens zum Ablauf der Staffel - das wahre Gesicht der teilnehmenden Stars. Doch in keinem der vorangegangenen Camps gab es soviel Stunk und Zwietracht wie dieses Mal. Allem voran Helena Fürst und FC Remscheid-Trainer Thorsten Legat hatten sich in nur kurzen Abständen und regelmäßig in den Haaren. Keiner der beiden war sich für teil völlig unsinnige Wortgefchte zu schade gewesen.

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Zündstoff im Dschungelcamp bis der Anwalt kommt

Sophia Wollersheim stand dem allen jedoch nicht viel nach. Dies teilsweise so "heftig", dass sich jetzt offenbar die Rechtsanwälte mit Klageschriften die Ehre geben werden. Aus unbedachten Ausagen kann schnell der Tatbestand der üblen Nachrede werden, das weiß auch Frau Wollersheim - spätestens jetzt. Die schönen Gagen seitens #RTL werden nun in Anwaltsbriefe umgewandelt werden müssen, dabei hätte man mit der erspielten Kohle sicher mehr und vor allem vernünftigeres anstellen können.

Bleibt die Frage - wurde der Sinn und Zweck des 2-wöchigen Dschungelspiels wirklich von Beginn an erkannt und verstanden?

Die Motivationen der einzelnen Teilnehmer sich ins Dschungelcamp zu begeben sind sicher grundverschieden, den Blick auf die Dschungelkrone haben dabei die meisten gerichtet.

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Dieser Tatsache alleine ist noch nichts verwerfliches abzugewinnen. Leider vergessen einige Leute beim Kampf um das Dschungelzepter dass die Kameras stets mit dabei sind und passen weder ihr Benehmen noch ihre Äußerungen dementsprechend an.

Dschungelcamp als Spiegelbild unserer Gesellschaft

Unter dem Strich ist das Dschungelcamp ein exaktes Abbild unserer allgegenwärtigen (Ellenbogen-)Gesellschaft. Mit breite Masse will sich ihr bestes erkämpfen und nimmt dabei meist nur wenig Rücksicht auf die anderen. Notfalls endet das eigentlich harmlose Konkurrenzdenken auf den Tischen der Rechtsanwälte - Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Ausnahmen gibt es, sowohl in der zivilisierten Welt als auch im Dschungelcamp, das hatte sich auch im Verhalten / Zurückhalten von nur ganz wenigen gezeigt. Doch unsere Gesellschaft will Streit, Zank und "Mordgelüste" sehen bzw. hören, sie wählte diese Leute kurzer Hand aus dem Camp. Am Ende gewann dann doch jener, der es sich weder selbst zugetraut hätte, noch dem es die Großzahl der Teilnehmer gegönnt hatte - Menderes.

Manchmal, aber wirklich nur manchmal obsiegt dann doch die Vernunft!

Foto: pixabay.de public domain #Fernsehen