Die Jubiläumsausgabe des australischen Dschungelcamps hat es wahrlich in sich. Zickereien gab es auch schon in den vorangegangenen Staffeln, doch so massiv wie in 2016 war es im #Dschungelcamp bisher noch nie. Die Zusammensetzung der Stars hatte von Beginn an Stresspotential mitgebracht - wohl von Ausrichter #RTL genau so gewollt. Diese Rechnung ging bisher "prima" auf - sofern man auf Stress steht natürlich.

Vom Fernsehsessel aus kann man leicht urteilen ob eine Prüfung easy ist oder als heftig eingestuft werden muss. Direkt an der Front um die Dschungelkrone kämpfend sieht das schon etwas anders aus. Gewissermaßen hatten auch einige Bewohner die Sicht des TV-Zuschauers da sie lange zu keiner Prüfung angetreten waren, dafür aber um so mehr meckerten.

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Bei so mancher Gage die den Stars von RTL für 2 Wochen Dschungel bezahlt wird schon etwas unverständlich.

Zuschauer des Dschungelcamp forcieren den Bewohnerkrieg

Schon bis zum Zeitpunkt des ersten Rauswurfs eines Promis ging es hoch her. Meist waren die Stressherde Helena Fürst und Thorsten Legat, das eine oder andere Mal sicherlich nicht ganz zu Unrecht. So schien es jedenfalls. Mit fortschreitender Sendedauer jedoch kristallisierten sich die wahren Gesichter der Stars langsam aber sicher heraus. Prüfungen zu denen man selbst nicht gerufen wurde hinterher als Schwierigkeitsgrad 2-3 einzustufen (Thorsten Legat), anderen daran durch Abbruch gescheiterten Teilnehmerinnen aber Versagen vorzuwerfen (Helena Fürst) wirkt nach außen hin sehr peinlich.

Die votenden Zuschauer forcieren diesen Bewohnerkrieg, in dem die "falschen Teilnehmer" rausgeworfen werden und die Kampfhähne weiter im Camp verbleiben.

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Zuletzt die Nathalie den Spruch vom Stapel, dass Menderes im Dschungelcamp nur auf Mitleid machen würde. Diese Einschätzung mag die 19-Jährige gewonnen haben. In Wirklichkeit - und so wirkt es auf das Millionenpublikum an den TV-Schirmen - ist Menderes einer der sehr wenigen Teilnehmer der sich nicht in trotziger Kleinkindmanier an Lästereien beteiligt - weder im Dschungeltelefon noch am Lagerfeuer selbst. Ihm folgt Jürgen nur ganz knapp auf den Fersen.

Einer dieser beiden - Menderes und Jürgen Milski - sind Favoriten auf den Sieg und hätten es ihrem fairen Kampfgeist geschuldet auch am meisten verdient. Nur wilde Kasalla-Rufe in den Dschungel zu stoßen und lächerliche gegenseitige Beleidigungen nahezu über die gesamte Sendezeit dar zu bieten mag für die bestimmtes Klientel interessant sein, von besonders großer Charakterstärke zeigt es eher nicht.

Und letzteres sollte ein Dschungelkönig schon mitbringen selbst wenn es sich nur um einen "Spaßtitel" handelt, der aber immerhin auch hinterher noch ganz nett Geld in die Kassen spülen kann.

Foto: pixabay.de public domain #Fernsehen