Ein Kommentar:

Falsch geraten, nein ich bin kein Feind von Star Wars, im Gegenteil, ich bin sogar ein sehr großer Fan dieses Weltraummärchens. Doch was uns hier mit dem Film "Das Erwachen der Macht" geboten wurde, das war schon eine Frechheit sondergleichen.

Dabei lag dies weniger an den Schauspielerischen "Leistungen" der Protagonisten (was können die schon für ein solch schlechtes Drehbuch?), sondern in erster Linie an der blutleeren Handlung des Films. Brillant einzig die 3D Effekte, die einen in die Filmkulisse hinein sogen.  

Wer 1977 die Episode IV "Eine neue Hoffnung" die erste Verfilmung im #Kino miterleben durfte, der wird sich gerne an Tatooine, diesen kleinen von Recht und Ordnung verlassenen Wüstenplaneten, zurückerinnern.

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An R2 D2, an C-3PO, dem Raumhafen Mos Eisly und dem Sternenzerstörer Tantiv IV mit Darth Wader an Bord, der gleich zu Beginn des Films, das kleine Konsularschiff mit Prinzessin Lea an Bord im Weltraum aufbrachte, um an die von den Rebellen gestohlenen Pläne, über den Todesstern zu gelangen.

Wie Luke Skywalker, ein kleiner Farmersjunge, mehr durch Schicksal als durch Zufall, so langsam in die galaktischen Verwicklungen hinein geriet und wie er dank der Hilfe von Obi Wan Kenobi, allmählich die Macht kennen und diese auch zu beherrschen lernte. Dies alles war für ein Weltraummärchen wohldurchdacht und man hatte niemals das Gefühl von "Wie denn, wo denn, was denn?". Nein im Gegenteil, man war immer im Bilde und freute und ärgerte sich und litt mit den Personen mit. Das war auch in den drei darauf folgenden Episoden V und VI so und zum Teil auch mit den Episoden I, II und III, die ihren eigenen sehr charmanten Charakter besaßen und die Vorgeschichte, wie es zu dem Krieg dieser beider Systeme kam, erzählte.

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Und was ist jetzt mit Episode VII?

Beim "Erwachen der Macht", erwachte bei nur der Trieb, das Kino so schnell wie möglich verlassen zu wollen, ansonsten war bei mir alles eingeschlafen.

Die Schrottsammlerin Ray, gespielt von Daisy Ridle, die auf dem Wüstenplaneten Jakku, zerstörte Kriegsgeräte ausweidet, gerät per Zufall in die Geschehnisse rund um die Suche nach Luke Skywalker, hinter dem das Nachfolge Imperium "The first Order" und die "Neue Republik" her sind. Die einen um ihn zu töten, die anderen um ihn für sich zu gewinnen. Unglaubwürdig das Ray die Macht beherrscht, ohne das sie je einen Lehrmeister zu Gesicht bekommen hat.

Meister Luke hat sich irgendwo in den Weiten der Galaxie versteckt, weil er seinen Neffen, also Waders Enkel und somit den Sohn von Lea und Solo, an die dunkle Seite der Macht verloren hat, diee von einem neuen, dem fiesen Imperator Snoke (Andy Serkis), verkörpert wird. 

J.J. Abrams gelingt es nicht wirklich, einen durchgehenden logischen Handlungsstrang aufzubauen.

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Weder Bösewicht Kylo Ren, gespielt von Adam Driver (wieso hat das Bübchen ständig eine Maske auf?), noch Harrison Ford als Solo und auch Ridly, Schaffen es, den Zuschauer abzuholen. Einzig Fin, gespielt von Jon Boyega, ein abtrünniger Sturmtruppler, der sich bei der Auslöschung eines ganzen Dorfes verweigerte, konnte überzeugen und war wirklich eine neue Figur in diesem Film. Alle anderen Schauspieler einschließlich Harrison Ford waren bestenfalls Mittelmaß. 

Positiv auch, das mit Lea nicht eine mit Botox und Silikon vollgepumpte und mit etlichen Operationen auf jung getrimmte abgetakelte Filmdiva die Bühne betrat. Man konnte ihr das Alter und auch die Reife ansehen und dies verlieh diesem ansonst völlig missglücktem Machwerk, wenigstens ein bisschen an Würde. 

Noten

Handlungsstrang und Logik: ungenügend minus

Dialogregie: mangelhaft

Drehbuch: mangelhaft

Spezialeffekte: ausreichend

Sound und Musik: gut

3D Effekte: Sehr gut plus

 

Schauspieler:

Bösewicht Adam Driver: ausreichend

Oscar Isaac: ausreichend

Carry Fisher: ausreichend

Domhnall Cleeson: befriedigend

Harrison Ford: befriedigend

Daisy Ridle: befriedigend plus

Jon Boyega: gut.

Meine Empfehlung: Nicht empfehlenswert. Wenn, dann nur auf 3D