Siegerin überzeugte mit zeitgemäßer Performance

Sie ist erst 17 und hat den Glanz einer stolzen Siegerin in den Augen, als sie sagt: "Ich freue mich!" Jamie Lee-Kriewitz hat mit ihrem Titel "Ghost" den Geist des ESC-Vorentscheid neu beschworen. Die Gymnasiastin aus Hannover wirkt ehrlich und kann ehrlich gut singen. Sie steht auf der Bühne wie eine lebendige Figur aus einem Manga-Comic, bleibt aber trotzdem authentisch. Mangas sind ihre Welt - und der Gesang, den sie großartig beherrscht. Das hat sie in Köln eindrucksvoll bewiesen, zum Dank haben 44,48 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer für sie gevotet. Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier haben sicherlich auch großen Anteil an Jamie-Lees Erfolg.

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Apropos: Sollte Jamie-Lee Kriewitz in Stockholm nicht gewinnen, bleibt sie trotzdem "The Voice of Germany".  

Ralph Siegel weinte, und seine Laura Pinski quälte sich durch ihre Performance

Groß war die Hoffnung des ESC-Dinosauriers Ralph Siegel, der den Traum vom ESC mit seinem Schützling Laura Pinski aus Düsseldorf nun vorerst ausgeträumt haben dürfte. Lauras effektvolles Bühnenkleid wechselte zwar die Farbe, aber der 19-Jährigen brachte es nur optisch Punkte. Gesanglich wirkte Laura lange nicht so sicher wie ihre fast gleichaltrige Konkurrentin Jamie-Lee Kriewitz, die ihrem 18. Geburtstag entgegenfiebert. Die Nachwuchssängerin und Jura-Studentin unterlag mit dem Siegel-Titel "Under The Sun We Are One" in zwei Durchgängen. Das Publikum wählte Laura per Telefonvoting auf Platz 4 im diesjährigen ESC-Vorentscheid.

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Ralph Siegel hatte bereits vor Lauras großem Auftritt - im Gespräch mit Moderatorin Barbara Schöneberger - ein paar Tränen der Rührung vergossen. Wenn Ralph Siegel nun zu traurig ist, um mit Laura Pinski weiter zu produzieren, könnte die Nachwuchssängerin es notfalls ja noch einmal mit Dieter Bohlen versuchen.  

Das Gute kommt zum Schluss, und das finde ich persönlich ist ein schönes Zitat von Smudo über das Manga-Mädchen Jamie-Lee: "Sie ist uns ans Herz gewachsen. Und ich glaube schon, dass ihr das Gefühl, dass wir uns als Mentoren wirklich Gedanken machen und mental dabei sind, ganz gut tut. Sie macht das super."

Foto: Markus Felix - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia)

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