Alle Jahre wieder wird ein Teil der erfolgreichsten Spieleserie des Egoshootergenres veröffentlicht.

Call of Duty bekommt natürlich auch in diesem Jahr seinen Ableger, der diesmal nach "Call of Duty: Ghosts" vor drei Jahren wieder von Infinity Ward entwickelt wird.

Müsste es nicht "Call of Duty: Ghosts 2" sein?

Ja, müsste, also sollte, zumindest, wenn man die Story bis zum Ende gespielt hat und das offene Ende in Betracht zieht, aber wartet überhaupt jemand darauf?

Genau das ist das Problem, das der Entwickler dieses Jahr zu meistern hat, denn "Call of Duty: Ghosts" gilt als der schwächste und zugleich am wenigsten erfolgreiche Teil des Franchises.  Die Spieler waren nicht zufrieden mit einem Videospiel, das nichts Ganzes und nichts Halbes darstellte, denn Infinity Ward sah sich gezwungen etwas ganz Neues zu schaffen und scheiterte an seinen eigenen Zielen.

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Die Kampagne war pompös wie man es bei der Reihe gewohnt ist, doch offenbarten sich einige Schwächen. Der Hund, der groß angekündigt wurde, war einfach ein störendes Gimmick, welches einfach gar keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte, die Maps im Multiplayer waren für die eingefleischten Call of Duty Fans schlicht zu groß, die Waffen fühlten sich anders an, das Spiel "floppte", zumindest im Vergleich zu dem, was der Ableger sonst so gewohnt ist.

Heute findet man höchstens 5000 Spieler zu Spitzenzeiten online, im Vergleich dazu kommt selbst Modern Warfare 3  auf über 20 000. Ein direkter Nachfolger zu "Call of Duty: Ghosts" wäre also äußerst riskant und könnte Infinity Ward, das für Klassiker wie Modern Warfare 2 verantwortlich ist, welches zu den besten Ablegern bisher gehört, endgültig das Genick brechen.

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Ganz neue Storyline im Call of Duty Universum?

Um einem Desaster zu entgehen, könnte Infinity Ward eine komplett neue Storyline ins Call of Duty Universum implementieren, Gerüchte dazu kursieren bereits. Der angebliche Titel soll "Call of Duty: Bloodline" sein.

Das Problem an der Sache ist, dass eine neue Geschichte und das Ignorieren des hauseigenen Vorgängers, der offensichtlich auf eine Fortsetzung ausgelegt war, einer Bankrotterklärung gleichkäme. Dann würde man nämlich zugeben, dass man nicht hinter der eigenen Entwicklung steht.

Zugegeben, Infinity Ward hatte es nicht leicht, mitten in der Zeit des Wechsels der Konsolengeneration ein Spiel entwickeln zu müssen. "Call of Duty: Ghosts" war auf der neuen Konsolengeneration einfach ein grafisch aufgehübschtes "Last-gen-Spiel", während derweil Black Ops 3 zum Beispiel zeigt, was man aus der aktuellen Konsolengeneration herauskitzeln kann. Die Playstation 4, bzw. XBox One Version des aktuellen Ablegers begeistert die Fans und Kritiker zur Zeit.

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Folgt man den wünschen der Fans, könnten wir endlich wieder ein Spiel ohne viel Zukunftsmusik bekommen, denn so toll Black Ops 3 auch ist, wenn alle Entwickler bei Activision in dieselbe Kerbe schlagen und in dieselbe Richtung entwickeln, dann bräuchte man nur einen.

Arbeitet Infinity Ward an Modern Warfare 4?

Glaubt man den Gerüchten, könnten die Fans endlich den vierten Teil der beliebten Modern Warfare Reihe bekommen. Aus den genannten Gründen spricht Vieles dafür.

Infinity Ward würde damit auf Nummer sicher gehen und einen realitätsnahen Shooter entwickeln, der der aktuellen Konsolengeneration gerecht wird. Die Fans wären sogar mit einem Remake zufrieden, doch spricht die lange Entwicklungszeit gegen ein bloßes Remake.

Wer die Reihe kennt, weiß, dass die Modern Warfare Geschichte inhaltlich abgeschlossen ist, doch, wer die Produzenten der Unterhaltungsbranche kennt, der weiß auch, dass sich eine Fortsetzung immer bewerkstelligen lässt.

In Frage käme auch ein Prequel, das die Vorgeschichte quasi erzählt, eine Möglichkeit findet sich immer. Doch im Grunde ist der Multiplayer am entscheidendsten und da dürfte uns allem Anschein nach ein Setting a la "Back to the roots" erwarten, auf den Namen müssen wir uns mindestens bis zur E3 Messe im Juni gedulden.

Bis dahin darf man ja mal hoffen.

  #Videospiele #Sony