Ampya, immerhin das erfolgreichste VoD-Musikfernsehen und zu ProSiebenSat.1 gehörend, hat Chàrlee M. entdeckt und 2015 promotet. Damals haben wir die Sängerin mit ihrem Clip "Live my Dream" dort gesehen. Clever: Ihre Videos verschlingen keine Castingkosten, weil ihre Freundinnen gern umsonst mitmachen. Ampya ist wieder dabei und zeigt von Chàrlee M. "Back in Time". DEEZER veröffentlicht von der neuen Single sechs Remixe. Das bietet nicht mal #DSDS-Gewinner Prince Damien. Der Autor findet, von Chàrlee M. kann man was lernen. Ein Interview.

Chàrlee, Deine neue Single heißt "Back in Time". Der Song spielt in den 20ern. Warum dort? Also, bei diesem Song war es so, dass zuerst die Idee zu dem Video da war.

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Ich war mit meinen langjährigen Freundinnen aus meinem Tanzverein "Chili-Kitten" unterwegs zum TV Auftritt bei NRW TV. Wir saßen alle im Auto und haben überlegt, was wir als nächstes für ein Video machen könnten und sind dann schnell auf die 20er-Jahre gekommen. Während der Fahrt sammelten wir Gedanken über eine Geschichte von einer Frau aus dieser Zeit. Die Idee zum neuen Musikvideo war geboren. Das Einzige, was zu diesem Zeitpunkt noch fehlte: der Song! 

Wer sind eigentlich immer die Mitwirkenden im Hintergrund? Echt alles Deine Freunde? Auch im ersten Clip? Ja, es sind meine langjährigen Freundinnen und waren auch im ersten Clip mit dabei.

Wie muss man sich das vorstellen, wenn Du einen Song machst - so ganz ohne einen Bohlen und mächtige Plattenfirma? Und wie lange dauert sowas? Das ist sehr unterschiedlich: Manchmal geht es ganz schnell und manchmal dauert es etwas länger, bis man dann 100 prozentig zufrieden mit dem Ergebnis ist.

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Den Text schreibe ich aber immer in einem Stück runter. Wenn ich Zeit habe und die passende Idee, dann setzte ich mich hin und schreibe auf, was mir durch den Kopf schießt - und langsam formt sich daraus dann ein Songtext.

Du bist Mama. Ist Deine Familie auch musikalisch? Meine Oma ist wohl am musikalischsten in unserer Familie. Sie hat früher auch schon viele Menschen mit ihrem Gesang begeistert und hat mit mir seit frühester Kindheit immer Lieder gesungen. Meine Töchter teilen beide meine Liebe zur #Musik und sind natürlich auch immer die allergrößten Fans meiner Projekte. Was später mal daraus wird ist im Moment, mit sechs und zwei Jahren, noch schwer zu sagen.

Teilweise sind Castingshows geschmacklos

Samstag wählte man bei DSDS einen neuen Superstar - was denkst Du über solche Formate? Ganz schlecht darüber reden möchte ich nicht, da ich auch selbst mal versucht habe, mich bei einer Castingshow zu bewerben. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich ehrlich gesagt kein großer Fan dieser Formate bin und ich keine einzige dieser Sendungen im Fernseher angucke.

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Es sei denn, ich kenne jemanden persönlich. Teilweise sind die Sendungen auch so beleidigend und geschmacklos, das hat mich schon seit der ersten Stunde gestört.

Du hast ohne Mithilfe von Castingshows zur Musik gefunden. Was gibst Du jungen Menschen auf den Weg, die auch Musik machen wollen? Nun, ich habe bei einem lokalen Wettbewerb der Sparkassen mit 17 Jahren meinen heutigen Produzenten kennengelernt. Ganz ohne sich irgendwo zu präsentieren und zu kämpfen geht es also nicht. Aber es muss natürlich nicht immer ein so großes Fernsehformat sein, wo man sein Glück versucht. Ich kann anderen dazu nur sagen, dass man eben nie aufhören darf an seinen Traum zu glauben. Und was noch wichtiger ist: Man muss bereit sein, sehr hart dafür zu kämpfen. Das bedeutet, dass man manchmal große Opfer bringen muss. Dabei muss jeder selbst entscheiden, wie weit man dann wirklich gehen möchte.

Was sind Deine musikalischen Vorbilder und was hörst Du privat? Ich mag die aktuellen Charts, gerne höre ich Songs von Rhianna und Housemusik. Aber ich bin auch ein ganz großer Fan von alten Rocksongs aus den späten 70er und frühen 80er-Jahren.

Zweite Single von Chàrlee M. - "Back in Time" (2016):

Die erste Song war  "Live my Dreams" (2015):

Fotos: KHB Music, YouTube, Ampya #Dieter Bohlen