Ricky Harris war der Gegenpart zu Helena Fürst im RTL-Dschungel und bekam regelmäßig ebenso sein Fett weg. Er sei hinterhältig oder gar ein Egoist. Dabei kommt man aus dem Lachen gar nicht mehr raus, wenn man sich mit Ricky unterhält. Der Autor von Blasting News telefonierte mit Ricky. Wir sprachen über seine Auftritte im "Bierkönig" und "Oberbayern". Und der Autor entlockte ihm sogar ein Geheimnis zur Höllena.

Ricky, auch Du warst vergangene Woche ein Teil vom Opening auf Mallorca. Was war Dein Programm? Zunächst ging es los mit dem "Ricky-Tanz". Dabei lief das Medley von Speedy Gonzales und ich tanzte dazu. Weiter ging es mit dem Song "Ab in den Süden" und "Sonne, Strand und Meer."

Die Leute gingen ab, sagte man uns. Ja, ich war selber positiv überrascht. Ganz ehrlich jetzt: Ich bin kein Talent in sowas und war zum ersten Mal auf Mallorcas Partybühnen. Ich wollte es einfach mal dort versuchen und habe mit dem Schlimmsten gerechnet.

Und nicht das Zicke-Zacke vergessen!

Wieso? Nun Marcel, Du musst auf so vieles achten bei einem Auftritt. Einfach nur singen reicht da nicht. Da muss auch mal ein "Zicke Zacke" an der richtigen Stelle kommen. Du musst die Leute immer wieder animieren. Das alles habe ich vor Aufregung vergessen. Ich bin dankbar, dass die Leute mich trotzdem mochten.

Hast Du mit einer Attacke wie bei Helena Fürst gerechnet, die ja oft ausgebuht wurde? Ja, davor hatte ich Angst und es hätte mir durchaus auch passieren können. Das Mallorca Publikum ist das härteste überhaupt. Wenn die Leute eine bestimmte Promille-Zahl erreicht haben, dann sind sie zwar extrem gut drauf. Aber Betrunkene sind das ehrlichste Publikum überhaupt. Die klatschen nicht höflich, sondern schreien zur Bühne, was sie von dem Auftritt halten. 

Bei Dir fanden die Leute sich gut unterhalten. Was hast Du besser als Helena gemacht? Es kamen Leute zu mir, die mich noch von früher aus meiner Talkshow kannten. Sie wissen, wie ich drauf bin. Vielleicht lag es einfach wirklich daran, dass ich so war wie ich bin. Und das war ich wirklich. Eben gut gelaunt und ohne mich zu verstellen. Ich nahm mich überhaupt nicht wichtig da oben.

Viele unterschätzen die Auftritte am Ballermann. Was war besonders schwer für Dich? Das Playback singen. Das ist nicht einfach nur den Mund bewegen, sondern Du musst dabei durchaus mitsingen. Die Leute dürfen nicht merken, dass Du nur die Lippen bewegst und müssen hören, dass Du auch singen kannst. Da hatte ich meine Schwierigkeiten am Anfang. 

Du kannst doch singen. Immerhin warst Du der einzige Talkshowmaster, der im Opener seiner Sendung gesungen hat. Ricky fängt an das Sat.1-Lied zu singen. Wir lachen. Genau, darauf werde ich heute immer noch angesprochen. Trotzdem ist Playback etwas anderes und will gelernt sein. 

Helena Fürst hat gar keine Höhenangst

Ricky, mal zum Dschungel: Was war da wirklich mit Dir und Helena? Die Show soll den Zuschauer unterhalten. Dafür wurde viel geschnitten. Helena und ich kamen nicht immer gut bei weg. Aber bei Helena war viel auch Show gewesen. 

Auch die Prüfung, wo ihr über ein Seil laufen solltet und Helena vor Panik schrie? Ja, denn Helena spielte da immer wieder die Ängstliche. Die hatte doch gar keine Höhenangst. Irgendwann nervte mich dieser Zirkus, darum schrie ich. Ihr habt nur einen Teil gesehen, wir standen da oben aber mehr als eine Stunde.

Wie sieht Dein Alltag jetzt aus? Ich bin ja pädagogischer Betreuer und kümmere mich um Schüler der 7. bis 9. Klasse. Das macht unglaublich viel Spaß. Aber natürlich würde mich Mallorca weiter reizen. Wenn man mich wieder auf die Insel einlädt, singe ich gern noch mal. Sonst habe ich noch meine Sendungen beim TV-Sender "1-2-3 tv".

Fotorechte: Tanja Geis / Eventfotografie

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