Die natürliche Ausstrahlung der erstaunlich toughen Victoria Swarovski war vermutlich der ausschlaggebende Faktor für ihren Sieg. Auch an den tänzerischen Leistungen der Zweit- und Drittplatzierten gab es nicht wirklich etwas zu mäkeln.

Die Tänzer gaben konditionell alles - Entwicklungsgeschichte inklusive

Sehr emotional ging es zu, im diesjährigen Finale von „Let‘s Dance“. Im zunehmend enger werdenden Kandidatenfeld der letzten Wochen war das Niveau gewaltig gestiegen. Auch diesmal hatten alle Finalisten den nötigen Biss, in den Grenzen ihrer individuellen Möglichkeiten das Beste zu geben. Die Zuschauer wurden dafür mit hervorragendem Tanzleistungen belohnt.

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Auch die Choreografien der professionellen Tanzpartner waren ausgezeichnet. Victoria holte mit ihren drei Tänzen 87 von 90 möglichen Punkten. Jana Palllaske und Tanzpartner Massimo Sinató hatten nach der Jurywertung nur einen Punkt weniger, landeten aber nach Auswertung der Zuschauerstimmen auf Platz drei. Sarah Lombardi eroberte sich dank ihrer riesigen Fangemeinde mit Profitänzer Robert Beitsch den zweiten Platz.

Die Jury - ungewohnt einträchtig bei der 10-Punkte-Vergabe

Insgesamt waren die Unterschiede zwischen den drei Finalisten-Paaren nicht sehr groß. Es war auch völlig überflüssig, dass Silvie Meis unentwegt betonte, dass es jetzt spannend werden würde. Es war spannend, wäre die Sendung nicht durch die vielen Werbepausen unerträglich in die Länge gezogen worden. Aber ein echter Fan hält bis zum Schluss durch.

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Denn erst dann kann man sich wohlig-seufzend zurücklehnen und sagen: Schön war’s!

Manche sahen in der Entscheidung eine Sensation

Bei der Jury sorgten die Zuschauerwertungen für etwas Verwunderung. Offenbar waren sich Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge Gonzales sicher, dass man daheim vor den Bildschirmen genauso empfand wie im Studio. Das Gleiche sehen heißt eben nicht, das Gleiche fühlen. Während sich die Jury bei Jana Pallaskes Leistung gegenseitig mit Lob übertraf, waren die Zuschauer hier deutlich kritischer. In den sozialen Medien wurde die Schauspielerin hart abgestraft. Sie sei arrogant, gekünstelt und tanze übertrieben, so die Meinung vieler im Netz. Auch ihr Tanzpartner Massimo Sinató bekam eine Breitseite ab. Sein ausgeprägter Drang nach Selbstdarstellung ging vielen Zuschauern gewaltig auf die Nerven. Da war die Natürlichkeit des erfrischenden Swarovski-Sprosses Victoria deutlich angenehmer. Sie tanzte nicht nur ausgezeichnet, sie zeigte auch Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Ihre Offenheit und der gänzliche Mangel an Starallüren waren sicher mit dafür verantwortlich, dass ihr die Zuschauerherzen zuflogen. Diesem Charme konnte sich niemand widersetzen.

 

Foto: #RTL / Stefan Gregorowius #Musik #Fernsehen