Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet!

Ausgerechnet das ehemalige Playmate Pamela Anderson versucht sich in ihrer Gastkolumne beim "Wall Street Journal" als Kritikerin des Pornokonsums zu präsentieren und fordert Männer dazu auf ihre Zeit nicht mehr mit dem Betrachten der lustvollen Filmchen zu vergeuden. Aber wie kommt das 49- jährige Model darauf zu behaupten, dass Pornos etwas für Versager seien?

Unterstützung von Rabbi Shmuley Boteach

Eines vorneweg: Es ist nicht #Pamela Anderson's erste Kampfansage, denn auch als Tierschützerin hat sie sich bereits einen Namen gemacht und vegane Mode designt oder der Organisationen wie PETA bei diversen Kampagnen zur Seite gestanden.

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Durch ihre langjährige Showbiz-Erfahrung, dürfte ihr klar gewesen sein, dass sie für solch einen Essay wohl eher belächelt wird. Immerhin hat sie bereits selber 14 Mal das Cover der Zeitschrift "Playboy" geziert- mehr als jedes andere Model.

Als Co-Autor hat sie sich deshalb den jüdisch-orthodoxen Rabbi Shmuley Boteach ausgesucht um gemeinsam mit seiner Hilfe die Leser zur Vernunft zu bringen.

In ihrem Artikel bezeichnet sie die Pornographie als "Gefährdung der Öffentlichkeit von bedrohlichem Ausmaß", die Beziehungen zerstöre. Aktueller Anlass für diese Behauptung sei der Fall des demokratischen US-Politikers Anthony Weiner, der beim Schreiben sexueller Chatnachrichten an seine Geliebte erwischt wurde.

Seine Frau, Huma Abedin, mit der er einen fünfjährigen Sohn hat, und die gerade an einer Kampagne für Hillary Clintion arbeitet, gab daraufhin nach sechs Jahren die Scheidung bekannt.

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"Wie viele Familien müssen noch leiden? Wie viele Ehen noch zerbrechen?  Wie viele talentierte Männer werden ihre wichtigsten Beziehungen und ihre Karrieren für einen kurzen Moment sexueller Erregung wegwerfen?"

Diese offenen Fragen stellen sich Anderson und Boteach und sprechen dabei von einer Bedrohung der "Funktionsfähigkeit als Ehemann und Vater" durch explizites Bildmaterial.

Besonders die Zukunft der Kinder scheint Pam, die selber zweifache Mutter ist ein großes Anliegen zu sein, denn diese müssen mit digitalisierten Sexbildern aufwachsen und sind den Medien schutzlos ausgeliefert. Ein wichtiger Ansatzpunkt ihres Aufrufes sei es daher den Kindern klarzumachen," dass Pornos für Verlierer sind - ein langweiliges, sinnloses und auswegloses Ventil für Menschen, die zu faul sind, die Vorzüge einer gesunden Sexualität zu vertreten".

Das Internet reagiert mit Hohn

In den sozialen Netzwerken muss die #Baywatch Badenixe nun mit einem regelrechten Shitstorm leben.

So schreibt ein Kommentator beispielweise spöttisch:

„Ich höre natürlich auf Pam - nachdem ich mir ihre Heimpornos mit Tommy Lee und Bret Michaels nochmal angeschaut habe und ihre 15 Nacktcover vom Playboy von der Wand gerissen habe.“

Mit dieser Aussage spielt er auf den 1995 von Pam und Schlagzeuger Tommy Lee gedrehten Film an, dessen Tape zwei Jahre später in die Hände eines Unbekannten gelangte, wodurch die Blondine unfreiwillig bekannt wurde.

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Ein anderer bezeichnet sie als Heuchlerin, und untermalt seinen Post mit einem frivolem Foto der Hollywood Schönheit.

Ob die kanadische Schauspielerin mit ihrer provokanten Publikation tatsächlich ein Umdenken erreichen kann bleibt abzuwarten.

Eines steht fest: Moralapostel Pam ist wieder in aller Munde- passend zum Start  des Thrillers "The People Garden", in dem sie an der Seite von Dree Hemingway mitspielt und welcher am 13. September als Video on Demand auf Amazon erhältlich sein wird.