Am vergangenen Montagabend unternahm der umstrittene #RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff einen #Drogen-Selbstversuch zur besten Sendezeiten. Nun wurde die deutsche Medienaufsicht aktiv, um zu prüfen, ob die Ausstrahlung jugendgefährdend gewesen sei. Das berichtet das Medienmagazin dwdl.de unter Berufung einer Sprecherin der Deutschen Presse Agentur am Dienstag.

Voll auf Drogen bei RTL - alles legal?

Jenke schmiss sich unter Beobachtung und im Beisein eines Rettungssanitäter Ecstasy und LSD, Speed und Ritalin kontrolliert ein. Aufgeputscht und euphorisiert brüllte er in die Kamera; gefolgt von einem tiefen Kater und dunklen Augenringen.

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Von Halluzinationen bis zu Depressionen: Jenke von Wilmsdorff ließ bei seinem TV Experiment fast nichts aus. Dass von Wilmsdorff gerne an seine Grenzen geht ist nichts Neues. Aber ging er diesmal etwas zu weit?

Eine RTL- Sprecherin sagte gegenüber BILD: "Wir dokumentieren das Thema, anstatt es zu tabuisieren. Drogenkonsum wird nicht verherrlicht, sondern eingeordnet, um vor den zerstörerischen Konsequenzen zu warnen." Bei den zum Einsatz gekommenen Drogen habe es sich laut Sprecherin außerdem um sogenannte "legal highs" gehandelt. "Die Stoffe können in Deutschland legal gekauft werden, da sie nicht in den Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt sind", zitiert RTL einen forensischen Toxikologen.

Auch wenn die folgenschweren Konsequenzen kaum zu übersehen sind, spricht von Wilmsdorff von einem Glücksgefühl, das ihn überkommen habe.

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Den Zustand auf Ecstasy beschreibt er als angenehm. Aber er zeigte auch, welche verherrende Wirkung die Drogen haben. Trotzdem: Drogenverherrlichung?! Davon will der RTL-Reporter nichts wissen. Am Ende lautet die Schlussfolgerung des RTL- Moderators. "Man hat schon das Gefühl, jetzt mehr Wissen zu haben als vorher."

Mega-Quote und gespaltene Stimmung im Netz

Zumindest quotentechnisch hat sich die Sendung für RTL auf jeden Fall gelohnt. Allein 2,44 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer - also die wichtige Werbezielgruppe - sahen sich das Drogenexperiment an.

In den sozialen Netzwerken gab es am Montagabend rege Diskussionen. Viele Twitterer zeigten ihre Kritik. "Ich weiß noch nicht, wie unglaublich respektlos gegen über dem Leben ich diese Sendung finden soll." Oder: "Ich finde das Jenke Experiment unfassbar blödsinnig. Was denken sich diese Leute, Drogenkonsum vor laufender Kamera? Denken sie überhaupt?"

Andere User fanden das alles sogar witzig: "Das Jenke Experiment = normaler Alltag“.

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Ein anderer Kommentar lautet: "Der Trip ohne Drogen sah eindeutig am verstörendsten aus.“

Rechtliche Konsequenzen?

Medienberichte zufolge müsse nun erstmal genau geprüft werden, was in der Sendung am Montag alles passiert sei. Sollte eine Straftat vorliegen, sei man von Amtswegen verpflichtet, aktiv zu werden, teilt die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage der BILD mit. Bleibt zu hoffen, dass die Zuschauer wirklich etwas über die Folgen von Drogenkonsum gelernt haben und es zu keinem Nachahmungseffekt kommt.

Foto: RTL / Jürgen Schulzki

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