Am 30. September erscheint endlich Woody Allens „Crisis in Six Scenes“ auf Amazon Prime Video in Originalfassung. Auch die deutsche Synchronisierung soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Die Comedy-Serie porträtiert das Leben einer typischen amerikanischen Vorort-Familie in den 60er-Jahren, dessen Leben durch einen unerwarteten Gast einen völlig anderen Verlauf nimmt.

Wie der Name schon sagt, dürfen die Zuschauer sechs Episoden, à 30 Minuten lang mitfiebern. Der 80-jährige Star-Regisseur Woody Allen hat das Drehbuch nicht nur produziert und geschrieben, sondern auch selbst eine Hauptrolle übernommen.

Miley Cyrus im Hannah Montana Look

Neben Darstellern wie Elaine May, Rachel Brosnahan und John Magaro hat sich Allen ausgerechnet die 23-jährige Popsängerin Miley Cyrus ins Boot geholt, die er gemeinsam mit seinen Kindern bereits seit ihren führeren Tagen als Disney Channel Charakter Hannah Montana für ihre Schauspielerei bewundert.

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Cyrus, die derzeit als Coach bei "The Voice" für Furore sorgt, tauschte ihren ansonsten sehr freizügigen Look gegen einen wildgemusterten Poncho mit regenbogenfarbenen Zotteln und eine grüne Schlabberhose ein. Ihre freche Kurzhaarfrisur versteckte sie unter einer blonden Perücke. Dies dürfte ihre Fans ganz besonders freuen, denn wer die Instagram Seite des Popsternchens besucht, dem fallen dort immer wieder die selben runtergebeten Kommentare auf  "Wir wollen die alte #Miley Cyrus zurück".

Ohnehin scheint sich die Sängerin von ihrem skandalösen Image trennen zu wollen. Statt wilder Partyfotos postet sie Bilder ihrer Happy-Hippie Foundation, mit der sie obdachlose Jugendliche unterstützt oder Schnappschüsse ihrer Haustiere. Auch die diesjährigen VMA's liess sie sausen. Begründung: "Sorry Leute, aber ich bin zu beschäftigt damit Yoga zu praktikizieren und mit meinen Hunden zu kuscheln."

Die Selbstironie des Woody Allen

"Ich weiß noch nicht einmal, was ein Streaming-Service ist.

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Sie haben mir viel Geld geboten und jeder in meinem Umfeld sagte, 'Mach es, was hast du zu verlieren?'" gab Stadtneurotiker Woody Allen in einem Interview bekannt. Klar, dass er da nicht Nein sagen konnte. Ganz so einfach, wie er ihn sich vorgestellt habe, sei der Dreh jedoch trotzdem nicht gewesen. Nach Filmen wie "Midnight in Paris" und "Irrational Man" nahm der Filmemacher mit seiner ersten Serie eine große Herausforderung an: „Man macht einen Film und er ist zu lang. Ich dachte eine dreistündige Serie zu machen sei ein echtes Kinderspiel. Ist es nicht: Es ist sehr, sehr hart.“

Laut offizieller Aussage wolle Allen sich zwar zunächst mit einer Staffel zufriedengeben; seine Arbeit mit Amazon möchte er jedoch  weiterhin fortsetzen. Wir dürfen also auf weitere kreative Ideen des weltbekannten Regisseures gespannt sein!