Am 25. Oktober 1996 erschien das erste Spiel der Adventurereihe „#Tomb Raider“, welches die Gaming-Welt revolutionieren sollte. Damals hüpfte #Lara Croft in Hotpants durch Höhlen, schoss mit zwei Pistolen gleichzeitig auf Spinnen und/oder einen T-Rex (der zum Running-Gag des Spiels wurde), löste knifflige Rätsel und sammelte mystische Artefakte. Von dort an erschienen bis heute zehn Nachfolger des Spiels, zudem noch zwei Spin-Off Titel und diverse Versionen für Handheld-Spielekonsolen. Von den Hauptspielen wurden bisher mehr als 35 Millionen Exemplare verkauft, davon sieben Millionen von Tomb Raider (1996), acht Millionen von Tomb Raider II und 8,5 Millionen von Tomb Raider (2013).

Werbung
Werbung

Zeit, die Erfolgsgeschichte im Schnelldurchlauf Revue passieren zu lassen.

Lara Croft: Geburt der weiblichen Heldin

Als Tomb Raider 1996 auf dem Markt erschien, wurde die wagemutige Archäologin einer der bekanntesten weiblichen Actionheldinnen. Der Entwickler der Figur, Toby Gard, konzipierte die Figur für Eidos als eine weibliche Indiana Jones, denn Gard hielt es für unangemessen, eine männliche Person mit den akrobatischen Fähigkeiten einer Lara Croft auszustatten. Dass sie dann in knapper Kleidung sowie überproportionierten, eckigen Brüsten über den Bildschirm springt und somit Argumente zum Spielekauf hervorbrachte, war für Gard nur ein sekundäres Extra: „Es war nie die Absicht, eine Art Page three girl für Tomb Raider zu erschaffen.“ erzählte Gard 1998 in einem Interview.

Werbung

Die Idee war es, eine Heldin zu kreieren, welche cool und gesammelt war und stets die Kontrolle behielt. Ich weiß, man könnte behaupten, dass Lara mit ihrem Comicbuch-Stil und ihrer Over-The-Top-Figur ausbeutend sei, aber dem stimme ich nicht zu. Sie mag zwar ein Stereotyp sein, aber es scheint mir, als würden die Menschen die ganze Sache überanalysieren.“ Dem Absatz des Spiels wird es aber dennoch nicht geschadet haben.

Zwischenzeitlicher Absturz

Die ersten drei Teile verkauften sich mit sieben Millionen, acht Millionen und 6,5 Millionen Exemplaren überaus erfolgreich. Doch bei den weiterfolgenden Teilen sanken die Verkaufszahlen in den Keller. Bereits Teil fünf verkaufte bereits „nur“ noch 1.5 Millionen Exemplare, was unter anderem damit begründet wurde, dass das Spiel inzwischen sich selbst wiederholt. Teil sechs, „Angel Of Darkness“ sollte das Spieldesign um die weibliche Protagonistin revolutionieren, fiel jedoch leider vorrangig nur wegen massenhaften Bugs auf. Die Folge: Eidos entzog Core Design die Lizenz an Lara Croft und man arbeitete ab sofort mit Crystal Dynamics weiter.

Werbung

Dadurch ergaben sich drastische Änderungen: Neben einer neuen Spielmechanik, Grafik-Engine und Steuerung wurde Lara Croft inzwischen auch realistischer gestaltet, damit sich Frauen eher mit dieser Figur identifizieren konnten. Durch den Reboot der Serie stiegen auch wieder die Verkaufszahlen an (4.5 Millionen verkaufte Exemplare von „Legend“), konnten aber nicht an die Erfolge der Anfangstage anknüpfen, zumal „Underworld“ ebenfalls nicht die Erwartungen erfüllen konnte.

Die Wiedergeburt der Lara Croft

Nach „Underworld“ dauerte es fünf Jahre, bis ein Nachfolger des Spiels auf den Markt kam. Dennoch begannen die Arbeiten an Tomb Raider (2013) bereits im Jahr 2008. Man überarbeitete die Figur von Lara Croft erneut von Grund auf. In dem Spiel von 2013 zockt man das erste Abenteuer einer jungen Lara Croft, worin es geht, wie sie von einer unerfahrenen Forscherin zu einer harten Überlebenskämpferin wird. Den positiven Kritiken, der langen und ausgewogenen Bearbeitungszeit, der neuen Grafik sowie ausführlichen Werbekampagne war es zu verdanken, dass Tomb Raider (2013) das bis dato erfolgreichste Spiel der Tomb Raider wurde. Und jetzt, 2016, kommt das neueste Spiel „Rise Of The Tomb Raider“ (bereits 2015 für andere Plattformen erschienen) für die PS4 unter dem Namen „20 Year Celebration Edition“ mit einigen Extras gegenüber der Ursprungsfassung auf den Markt. Wir gratulieren!

  #20 Jahre