Während IN FLAMES sich schon seit einigen Jahren dem reinen Melodic Death #Metal endgültig entsagt haben, bleiben #Dark Tranquillity seit über 25 Jahren dem Stil treu. Und noch mehr als das: Die Göteborger liefern jedes Mal aufs Neue starke Alben ab, welche regelmäßig von den Kritikern gefeiert werden. „#Atoma“ bildet hierbei keine Ausnahme. DARK TRANQUILLITY gewannen unter anderem mit dem neuen Album „Atoma“ den Soundcheck im deutschen Metal Hammer 11/2016 und bekam eine Wertung von 8.8/10 auf der Seite von Metal Wani. Es ist eine Kunst, die die Schweden hierbei vollbringen: Sie verändern ihren Sound lediglich in Nuancen, schaffen es aber dennoch, jedes Mal fesselnde Musik zu schreiben.

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Doch was hat sich auf „Atoma“ verändert?

„Atoma“: Schwierige Entstehungsphase

Vor und während der Entstehung des elften Albums von DARK TRANQUILLITY hatte Band einige Probleme zu bewältigen. Bereits vor den Aufnahmen stieg der Gitarrist und Gründungsmitglied Martin Henriksson aus der Band aus. Als Grund nannte Henriksson, dass er die Leidenschaft, Musik zu spielen, verloren hatte. Stattdessen ist er nun Vollzeit-Manager. Sänger Mikael Stanne erzählt dazu in einem Interview mit Linea Rock: „In den letzten Jahren schrieb Martin nicht viel Material, also wurde das Songwriting nicht sonderlich stark beeinflusst. Aber emotional haben sich einige Dinge geändert. Es überkamen uns Selbstzweifel, man fragt sich: 'Was denke ich über die Band?'. Diese Gedanken wurden für uns zu einer treibenden Kraft, denn wir mussten uns selbst beweisen, weshalb wir die Band vorantreiben.“

Auch die Tatsache, dass man immer mehr Backkatalog besitzt, macht die Phase des Songwritings nicht gerade einfacher.

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Wir sind seit unserem 16. Lebensjahr im Musikgeschäft tätig. Daher könnte man meinen, dass das Schreiben von Liedern immer einfacher wird, da man immer mehr Erfahrung gewinnt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Mehr Erfahrung bedeutet lediglich, dass man sich selbst deutlich mehr unter Druck setzt. Zum einen möchte man etwas kreieren, was neu und anders klingt. Zum anderen soll das neue Material aber gleichzeitig besser und mehr dessen sein, was man an der Band liebt.“ führt Stanne aus. „Dadurch setzt man sich selbst mehr unter Spannung, denn man steckt sich unerreichbare Ziele. Daher haben wir in den letzten wie Wahnsinnige gearbeitet nur um dem, was wir machen wollten, Sinn zu geben.“

Melancholischer als sein Vorgänger-Album "Construct"

Im Vergleich zum Vorgänger „Construct“ wird es auf „Atoma“ mehr Clean-Gesang von Mikael Stanne zu hören geben. Das führt unweigerlich dazu, dass DARK TRANQUILLITY weniger mehr Gewicht auf Melancholie anstelle von rasendem Melodic Death Metal setzen.

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Als Beispiel dafür sind das Titelstück sowie „Forward Momentum“ genannt. Weitere Veränderungen im Klangkosmos von DARK TRANQUILLITY gab Mikael Stanne in einem Interview mit That Drummer Guy bekannt: „Zum Teil wurde das neue Material auf dem Keyboard geschrieben. Es ging uns darum, herauszufinden, wo die Chord-Progressionen, die Melodien sind, die ein Gefühl vermitteln. Wir wählten einen emotionaleren Ansatz, etwas, was wir vorher vielleicht noch nicht getan haben.“ Dennoch strahlt das Album nicht ausschließlich Traurigkeit oder gar Hoffnungslosigkeit aus. Vielmehr sind die Songs kleine Konflikte, die sich mit Positivem und Negativem gleichermaßen auseinandersetzen. „Sicher ist eine Menge Frustration und Hoffnungslosigkeit in den neuen Stücken enthalten, allerdings mag ich es nicht, zu viel Negativität zuzulassen. Das, was ich mag, wenn ich Death Metal oder irgendwas anderes kraftvolles, emotionales Zeug höre, ist, dass es eine befreiende Wirkung auf mich hat. Danach fühle ich mich besser, davon fühle ich mich angezogen. Dies habe ich ebenso versucht, auf dem neuen Album unterzubringen.“ 

Die Stücke „Forward Momentum“, „Atoma“ sowie „The Pitiless“ kann man sich bereits auf YouTube anhören. Der Rest wird spätestens am 04. November im Plattenladen deiner Wahl erhältlich sein.

#Musik