Es war ein warmer Sommertag im Juli und das Habitat #Festival öffnete wieder einmal seine Pforten für die zahlreichen begeisterten Fans auf dem Flugplatz Hungriger Wolf im nördlichen Hohenlockstedt. Bei der Anfahrt mit dem Auto hatten jedoch viele nichts zu lachen: „Wie, ist das die Schlange?“ Bei gefühlten 40 Grad in der Sonne im Auto mal eben 3 Stunden auf den Einlass zu warten ist nicht das, was man sich idealerweise unter einem Festival vorstellt. Doch die Kreativität und das Gemeinschaftsgefühl verschiedenster Leute zeigten sich bereits dort. „Soll ich dir helfen dein Auto anzuschieben?“ Diese Frage kam im Stau nicht selten auf. Sofort entstand eine Verbindung und nun regte man sich gemeinsam über den Stau auf – der sich für das Festival jedoch wärmstens gelohnt hat.

Werbung
Werbung

Vom Zeltplatz erklangen bereits die vertrauten Bässe verschiedenster Musikrichtungen und alle konnten den Abend kaum abwarten. Die Live-Acts sangen und im Hintergrund tauchten Seifenblasen und Luftballons auf, die die Locations eher an einen warmen, gemütlichen Strand erinnern liessen. Einige Leute sassen auch nur auf zahlreichen dekorierten Sitzgelegenheiten, versuchten wie beim Zirkus mit Ringen Hula-Hoop oder liessen sich am Glitzer-Stand gegen eine Spende das Gesicht zu einem wahren Meisterwerk verschönern.

Veranstalter waren vorbereitet

Nur bei den Sanitäranlagen waren die Veranstalter nicht die Schlausten. Die etwa 8 Duschen direkt vor den einzigen Einlass zum Gelände mitten auf den Weg zu stellen, war kein schöner Anblick. Die einzigen 2 Waschbecken direkt daneben hätten auch angenehmer sein können.

Werbung

Jedoch durchaus positiv waren die zahlreichen Toiletten überall auf dem Gelände, die nicht wie üblich Dixi Klos waren, sondern Toiletten von Goldeimer. Dort wird mit Sägespänen gespült, was den Geruch besser abdeckt und selbst das Klopapier ist biologisch abbaubar, also alles im Zeichen der Umwelt – und für große Festivals definitiv schlauer.

Leuchtende Regenschirme am Himmel, Farbige Türme in der Ferne, weiße Tücher im Neonlicht! Es war geradezu ein Fest für die Augen, was sich nachts auf dem Gelände abspielte. Die Stimmung war ausgelassener und alles wurde lauter. Freundschaften entstanden nur durch das Stampfen, Tanzen, Springen oder wie auch immer man die individuellsten Tanzstile beschreiben möchte. Auf den 8 verschiedenen Floors wurde ausgelassen getanzt, während man die Zeit vergaß und der Himmel sich schon wieder hellblau färbte.

Musik bis zum nächsten Morgen

Das absolute Highlight war wohl die Wolfshöhle mit dem passenden Namen zur Location. 400 Meter vor dem großen Hangar sah man die Halle schon vibrieren.

Werbung

Innerhalb war man quasi in einer anderen Welt angekommen: Sand auf dem Boden, Palmen im Hintergrund und die lautesten, durchdringensten Techno Bässe auf dem ganzen Festival. Auf dem hohen Pult wirke der DJ fast wie ein Gott, der die Masse zum Tanzen brachte. Doch der Wolf im Hintergrund hat alles übertroffen. Ein Hologramm eines Wolfes, der passend zum Drop im richtigen Moment in 1000 Teile zerbrach und sich kurz darauf langsam wieder zusammensetze. Verständlich, warum so viele Leute die komplette Nacht dort verbrachten.

Die DJs bekamen keine Pausen, aber die Pausen wollte auch niemand. Musik wurde 24 Stunden gespielt, sodass selbst die Nachtaktiven am Morgen in den Sonnenaufgang feiern konnten. Brüderlich wurde geteilt was man besaß: Von Getränken und Kleidung bis zum Zelt. Hier existiert der wahre Zusammenhalt der Menschen die helfen, wo sie nur können.

Nicht mal der Regen am Abreisetag konnte die Stimmung drücken: Nach sonnigen und fröhlichen Tagen auf dem Platz des Hungrigen Wolfes war es schwer, sich von diesem fantastischen Umfeld wieder zu entfernen. Festzuhalten ist nun: Das Habitat als überschaubares, jedoch durchaus lohnenswertes Festival das mit seinen vielen Facetten auch im nächsten Jahr wieder für jeden etwas zu bieten hat!

  #Hamburg #Electro