Aus den einstigen Melodic Death #Metal-Pionieren wurde inzwischen eine Alternative Metal-Band. Die wenigen Utopisten, die noch ernsthaft an eine Rückbesinnung an die Anfangstage von #In Flames glauben, werden auch dieses Mal enttäuscht, wie die Songs "The End" und "The Truth" (Links s.u.) beweisen. Stattdessen macht das schwedisch-amerikanische Quintett dort weiter, wo es beim letzten Album „Siren Charms“ aufgehört hatte: Rhythmusbetonter, massentauglicher Metal mit elektronischen Klängen sowie eine Reduzierung des harschen Gesangs. Doch es gibt auch ein paar kleinere Veränderungen gegenüber dem Vorgängeralbum.

Neuer Drummer, neuer Aufnahmeort

Am Offensichtlichsten ist zunächst einmal die personelle Umbesetzung am Schlagzeug.

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Bereits im November 2015 verließ der langjährige Drummer Daniel Svenson IN FLAMES, um sich um seine Familie kümmern zu können und seine eigene Brauerei zu gründen. Ersatz wurde in Joe Rickard gefunden, der bisher bei der US-amerikanischen Band Red hinter dem Schlagzeug saß.

Zudem wurde das neue Album „#Battles“ in Los Angeles aufgenommen, was einen deutlichen Einfluss auf den Klang der Platte hat: „"Wir nahmen 'Siren Charms' in einer dunklen, feuchten Jahreszeit in Berlin auf, sodass wir viel Melancholie in den Songs stecken hatten. Diesmal in L.A. war es natürlich ganz anders.“ erzählt IN FLAMES-Gitarrist Björn Gelotte in einem Interview auf nuclearblast.de. Sänger Anders Fridén fügt hinzu: "Die entspannte Atmosphäre von Kalifornien hat auf uns abgefärbt und wir fühlten uns sofort wohl."

"Battles" im eigenen Fanlager

Durch ihre Wandlung zu massentauglicheren Klängen auf den letzten Alben erfuhren IN FLAMES bisweilen viel Kritik von ihren Fans der ersten Stunde.

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In einem Interview mit Metal Wani schildert Gelotte: „Da wir die Musik eher für uns und unseren Geschmack schreiben glaube ich, dass wir dazu fast dazu verdammt sind, das Publikum immer ein bisschen zu spalten.” Weiterhin kann der Gitarrist über die rege Diskussion über seine Band sogar Positives abgewinnen: “Wir haben unsere Hörer immer in zwei Lager gespalten”, berichtet der Schwede. “Und ich mag das lieber, denn das bedeutet, dass es die Leute wirklich beeinflusst. Wenn jeder sagen würde ‘das interessiert mich nicht', wäre das offensichtlich ziemlich traurig […] Ich glaube das Wichtigste ist, dass die sich Leute immer noch für uns interessieren.“

IN FLAMES auf UK-Tour mit AVENGED SEVENFOLD und DISTURBED

Traditionell zieht ein neues Album auch eine Tournee mit sich, um das neue Album zu bewerben. Am Ende des Jahres 2016 ziehen IN FLAMES zunächst quer durch Amerika, um im Januar 2017 dann zusammen mit AVENGED SEVENFOLD und DISTURBED die Konzerthallen Großbritanniens unsicher zu machen.

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Klub-Konzerte oder gar eine Tour durch Deutschland sind leider bisher noch nicht bestätigt. Jedoch wird das Quintett im Sommer erneut bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten. Bis dahin müssen sich die Fans mit den ersten beiden veröffentlichten Songs zufrieden geben. Und am 11. November (eine Woche vor dem Release von METALLICAs neuem Album) den Plattenladen ihres Vertrauens aufsuchen.

 

 

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