Gut ein Jahr mussten die Fans auf die zweite Staffel von #narcos warten. Die Geduld sollte sich lohnen, denn sie bekamen wieder 10 überragende Episoden rund um Pablo Escobar, die DEA Agenten Pena und Murphy, sowie einen neuen großen Escobar-Gegenspieler, das Cali Kartell.

Das Suchtpotenzial von Narcos

Innerhalb von wenigen Tagen verschlingen viele Netflix Nutzer die neue Staffel von Narcos, da sie sofort wieder in den Bann gezogen sind von der Welt und den Geschichten rund um den berüchtigsten Drogendealer der Welt. Die Serie birgt diesbezüglich ein ähnliches Suchtpotenzial wie Game of Thrones oder Breakind Bad.

Endlich googlen

Klar wissen die meisten Menschen irgendwas über Escobar, doch es ist kaum abzustreiten, dass Narcos nicht nur unterhält, sondern auch reales Wissen vermittelt. Dass sich nicht alles genauso zugetragen hat, wie dargestellt, sollte sich auch jeder vor Augen halten, doch die Grundzüge der Geschichte konnten die Macher, auch dank der Hilfe von Zeitzeugen wie dem echten Pena am Set, stimmig wiedergeben.

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Es reizt schon während der ersten Staffel jegliche Charaktere, Geschichten und Schauplätze zu googlen und zu überprüfen, da die Geschichte so einzigartig ist, dass man alles zu ihr wissen will. Doch sollte der geneigte Zuschauer das erst nach der zweiten Staffel tun, da dort der Mythos Escobar sein Ende findet und jegliche Spoiler aus dem Weg geräumt sind.

Pablos Ende

Ungeachtet dessen, dass Moura als Escobar, natürlich ein absoluter Eckpfeiler der Serie war, kann man sich dennoch auf die beiden folgenden Staffeln und die spezifischere Betrachtung des Cali Kartells freuen. Trotzdem muss nochmals festgehalten werden, dass Wagner Moura meisterhaft als Escobar war, die Eindringlichkeit seiner Worte, der Mimik und Gestik, hätte die Serie allein schon getragen. Ebenfalls wichtig war, dass weiterhin keine blinde Glorifizierung Escobars stattfand, sondern eine authentische Charakterstudie dabei herauskam, in der sich Escobar sichtlich entwickelt hat.

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Die Zerrissenheit zwischen dem gütigen Familienmensch und Wohltäter Escobar im Gegensatz zu seinem auf Profit und Macht ausgelegten, mörderischen und absolut skrupellosen Handeln, wurde ohne Pathos sehr gut deutlich und nachfühlbar. Narcos wird sich mit der zweiten Staffel weiter ganz oben etablieren und es bleibt letztlich nur, sich wieder ein Jahr lang, auf das nächste Kapitel zu freuen - diesmal ganz dem Cali Kartell gewidmet.