Wegen der Veröffentlichung eines kurzen Sex-Videos, das Hogan zusammen mit der Frau eines Freundes zeigt, wurde das US-Klatschportal Gawker im März von einem Gericht in Florida zur Entschädigungszahlung von satten 140 Millionen US-Dollar verurteilt. Die Gawker-Anwälte versuchten zwar, sich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung zu berufen, kamen damit aber nicht durch. Gawker musste im Juni Insolvenz anmelden. Teile des Unternehmens gehören jetzt der Univision, einem spanischen Unternehmen.

Böses Erwachen nach 100 Sekunden Sex-Video

Nick Denton, Gründer der gleichnamigen Mediengruppe, bestätigte auf seinem Blog die Einigung.

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Man habe bewusst darauf verzichtet, vor ein Berufungsgericht zu gehen.  Er selbst habe fest damit gerechnet, dass die ursprünglich verhängte Strafe zumindest reduziert, wenn nicht sogar ganz aufgehoben würde, erklärte Denton. Er habe lediglich einen langwierigen und teuren #Prozess vermeiden wollen. Das sehen viel Hollywood Schauspieler nicht so eng. Scheidungsklagen und Ansprüche, die sich gewaschen haben, sind hier usus. Auch in Deutschland gibt es dazu etliche Gerüchte.

Obwohl #Hulk Hogan, bürgerlich Terry Bollea, das Magazin mehrmals zum Löschen des Videos aufgefordert hatte, blieb das Sexfilmchen ein halbes Jahr lang im Netz. Die Geschworenen teilten die Meinung des Ex-Wrestlers, dass seine Privatsphäre durch die Veröffentlichung erheblich verletzt worden sei. Darüber hinaus habe ihn das ganze Geschehen auch psychisch stark mitgenommen.

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PayPal-Gründer Thiel finanzierte den Prozess heimlich

Der zurückliegende Rechtsstreit war alles andere als kurz, sondern zog sich bereits über mehrere Jahre hin. Im Oktober 2012 hatte Gawker das Sex-Video veröffentlicht. Das war nur möglich, weil Hogan vom deutschen Internet-Milliardär Peter Thiel finanziell unterstützt wurde. Der Prozess trieb das Magazin in den Ruin, während sich Unternehmer Thiel selbst als Opfer inszenierte.

Warum engagierte sich Thiel am Prozess?

Die Motivation für Thiels Engagement liegt weit zurück. 2007 hatte das Magazin Gawker Unternehmer Thiel als schwul geoutet. Zu Hilfe kam ihm der Skandal um Hugh Hogan, ein mittlerweile gealterter Star der World Wrestling Federation. Nachdem der Sexfilm mit den Beteiligten Hogan und der Frau des Radiomoderators „Bubba the Love Sponge“ 2012 im Netz auftauchte, witterte Thiel seine große Chance. Er benutzte die Situation für seine späte Rache und investierte heimlich viel Geld in den langen Prozess gegen Gawker. Nachdem das Urteil gefallen war, bekannte sich Thiel öffentlich zu seinem "Hintergrundwirken" am Prozess.

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Sein Rachefeldzug sei eigentlich „Philanthropie“ gewesen, denn Gawker habe keinen Journalisten, sondern Mobbing betrieben.

Nirgendwo kommt die beteiligte Frau zu Wort. Sie hätte sicher auch einiges anzumerken. Ob sie auch etwas von der Entschädigungszahlung bekommt? Wie auch immer, man sollte genau prüfen, was man über andere Leute ins Netz stellt, wie die Gerüchteküche zu den Lombardis wieder bewiesen hat.

 

Bild: Hulk Hogan/www.flickr.com #PayPal