Momentan schützt #Mexiko seine Grenze in Richtung USA an vielen Stellen noch mit Stacheldraht und Zäunen. Doch mit diesem Leichtsinn soll bald Schluss sein, zumindest wenn es nach Präsident Enrique Peña Nieto geht. Der völlig überraschende Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen ließ noch in der Wahlnacht die Server der Einwanderungsbehörde Kanadas zusammenbrechen. Ein unmittelbarer Zusammenhang mit der sich anbahnenden Präsidentschaft Donald Trumps gilt als sicher. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Kapazitäten Kanadas bei Weitem nicht ausreichen, um den Flüchtlingsstrom aus den USA abzufangen. Daher müssen wir Mexiko vor illegaler Einwanderung aus dem Norden bestmöglich schützen", so Nieto zu den Plänen des Mauerbaus.

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Das Parlament in Mexiko muss den Plänen noch zustimmen.

Mauerbau als Konjunkturprogramm für Mexiko

Mexikos Präsident sieht beim Mauerbau an der Grenze zur USA zahlreiche Synergieeffekte für sein Land. Neben dem Schutz vor dem zu erwartenden Flüchtlingsstrom würden durch den #Mauerbau zahlreiche Arbeitsplätze für Einheimische geschafft und zugleich auch die schwächelnde Konjunktur in Mexiko belebt, freut sich Nieto über das Projekt. Das Staatsoberhaupt denkt dabei offenbar vor allem an Cemex. Das in Monterrey ansässige Unternehmen ist der größte Zementhersteller in Mexiko und Lateinamerika und dürfte als einziger Anbieter über die notwendigen Kapazitäten zur Realisierung des Mauerbaus verfügen.

Obergrenze für Flüchtlinge aus den USA im Gespräch

Enrique Peña Nieto macht jedoch deutlich, dass er zwischen wirtschaftlichen und politischen Flüchtlingen aus den USA unterscheiden werde.

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Er sei sich mit seinem Kabinett einig darüber, dass man die Grenzen nicht komplett dichtmachen könne. So soll eine bestimmte Anzahl an Flüchtlingen aus den USA nach Mexiko einreisen dürfen, wobei solche Anträge bevorzugt behandelt werden, die von US-Amerikanern stammen, die bereits in Mexiko lebende Verwandtschaft haben. Wer ein konkretes Jobangebot aus Mexiko hat, soll ebenfalls gute Chancen auf eine Aufenthaltsgenehmigung in Lateinamerika haben, so Nieto. Wo diese Obergrenze liegen soll, dazu hält sich Mexikos Präsident noch bedeckt. Weder werde man vor sozialem Elend jenseits der Grenze die Augen verschließen, noch werde man dem Sozialtourismus aus den USA nach Mexiko Tür und Tor öffnen, kündigt Nieto einen salomonischen Mittelweg bei der Festlegung der Obergrenze für #Flüchtlinge an.