Filme auf Abruf, sogenannte Pay-per-View Bestellungen, sind inzwischen eine wichtige Einnahmequelle für die Filmindustrie und auch die Streaming-Anbieter. Der Online-Verleih erfreut sich gerade zu Weihnachten großer Beliebtheit. Die Verwertungskette bei Filmen sieht vor, dass kurz nach dem Kinostart - in der Regel 3 bis 4 Monate danach - Filme zunächst online zum Verkauf angeboten werden dürfen, kurz danach kommen die stationären Videotheken dran und nach zwei Wochen ist die Online-Miete erlaubt. Letztere Variante ist inzwischen ein Milliardengeschäft geworden. Für 48 Stunden kann man sich einen Film auf Plattformen wie Amazon, Maxdome, Wuaki oder Videoload in HD, wenige sogar in UHD Qualität bestellen.

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Wenig Zeit für mehr Geld

Die Preise hier sind in den letzten zwei Jahren relativ stabil und fast identisch bei allen Anbietern. Sie liegen bei 3,99 Euro für die SD-Qualität, 4,99 Euro in HD-Qualität. Bei UHD schwanken die Preise und liegen je nach Anbieter bei 1 bis 3 Euro zusätzlich. Nur Direct-to-Video Produktionen oder wenige Megablockbuster sind preislich etwas höher. Einer tanzt mit deutlich schlechteren Konditionen aber aus der Reihe - Sky Deutschland! Und das sogar bei der Leihdauer. Während man fast überall einen Film innerhalb von 48 Stunden so oft man will an- und weiterschauen kann, begrenzt #Sky seinen Abruf auf der On Demand Plattform auf 24 Stunden. Beim Sky Select Optionskanal sind die Abrufe sogar nur für die Dauer des Films erlaubt.

Damals ein Schnäppchen mit Claudia und Natascha

Ausgerechnet Sky.

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Denn der Anbieter hat das Pay-per-View damals zu Premiere-Zeiten unter den Namen "Cinedom", später als "Premiere Direkt" als Pionier der ersten Stunde angeboten. Models wie Claudia Puhlpeter oder Natascha Berg (Foto 2, Screenshot TVansager.de) präsentierten Trailer zu den Filmen. Die Filme waren mit 2 bis 3 Euro ein Schnäppchen. Heute will Sky 5 Euro für die SD-Variante eines neuen Blockbusters haben. HD-Varianten schlagen mit 6 Euro zu Buche, 3D sogar mit 10 Euro pro Film für 24 Stunden. Alles teurer als die Konkurrenz! Geändert hat sich an dieser Preispolitik wenig. Offenbar wollen Sky-Kunden ihre Pay-per-View nicht woanders tätigen. Dabei könnten sie so Druck auf Sky machen. Denn kein Filmverleiher konnte bestätigen, Sky Deutschland bei der Rechteverwertung von Pay-per-View je benachteiligt zu haben. Übrigens, günstigere 3D-Filme als Sky bieten Videociety (splendid medien) und Videoload (Telekom) auch für Nichtkunden an. #Finanzen #Kino