Kennen Sie das? Man spricht am Telefon über irgendein total seltenes Thema und im nächsten Moment kommt exakt dazu etwas im Fernsehen. Auf dem Sender, den sie eingestellt hatten. Ohne weiteres Zutun. Einfach so. Es sind diese Zufälle, welche die Psychologie mit dem Phänomen der selektiven Wahrnehmung nicht wirklich befriedigend erklären kann. Fast jeder kann von solchen Erlebnissen berichten.

Mediales Kreuzworträtsel?

So auch ein Mann namens Leonard Dawes. Im Mai 1944, der 2. Weltkrieg neigte sich seinem dramatischen Ende zu, ging der verrentete Lehrer seiner Lieblingsbeschäftigung nach und löste Kreuzworträtsel. Mit Begeisterung ging er auch in jenem Jahr zu Werke, doch etwas irritierte ihn.

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Die Lösungswörter waren so merkwürdig! „Omaha", „Utah", „Mulberry", „Neptune" und „Overlord". Doch der eigentliche Mysterium versteckte sich hinter den Worten.

Zufall oder Code?

Alle diese Begriffe waren, so unfassbar es auch erscheinen mag, streng geheim gehaltene Code-Wörter für jene Küstenabschnitte, an denen die Alliierten in der Normandie landen wollten! Wie konnte es sein, dass zwei Wochen vor der Invasion alle Code-Wörter in Kreuzworträtseln des Londoner „Daily Telegraph" erschienen. Fassungslose Geheimdienstler rückten panisch aus, verhörten jeden Beteiligten, ließen kein Blatt Papier auf dem anderen. Eine Razzia ungekannten Ausmaßes nahm ihren Lauf. Auch Leonard Dawes, der rätselbegeisterte Rentner bekam Besuch von allerlei Agenten und Offiziellen. Doch keine Spur, nirgends! Einfach "#Zufall".

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Der nette Herr Mailer!

Auch geradezu irre ist eine Begebenheit, die Geheimdienstler in den schieren Wahnsinn trieb. Der Fall des Norman Mailer. Dieser war ein gewöhnlicher Mann, von Beruf Schriftsteller, Fachgebiet Agententhriller. Als Mailer an einem Buch namens Barbary Shore arbeitete, hatte er einen dieser Impulse, die man als Schriftsteller kennt. Man hat plötzlich einen Einfall, der zum Ausdruck gebracht werden möchte und der einem keine Ruhe lässt, bis man ihn niedergeschrieben hat.

Agent Zufall?

Irgendwie hatte Mailer also den Gedanken, ein russischer Spion könnte seiner Story ganz gut tun. Gedacht, getan, die Figur erwachte zum Leben und nahm im sich entwickelnden Roman sogar eine gewichtige Rolle ein. Das Buch kam auf den Markt und dann, bald darauf, rumms! Ein Poltern! Rufe, Tritte und Schreie! Die Türen des Mietshauses, in denen Mailer lebte flogen auf. Grelle Kommandos durchbebten das Gebäude! Die Spionageabwehr der USA stürmte herein - und nahm Mailers scheinbar so freundlichen Nachbarn fest! Dieser hatte sich als ein gewisser "Oberst Abel" vom KGB entpuppt! Mailer hatte davon nicht den Hauch einer Ahnung, wie sich in unendlichen Verhören zeigte.

Und dann...

Und dann waren da noch die Herren Green, Berry und Hill, die im Jahr 1911 in England hingerichtet wurden - sie hatten nämlich einen Mann namens Edmund Berry zu Greenbury Hill ermordet. #Mystery #Paranormal