Die #Fashionweek in Berlin fand in der zweiten Kalenderwoche diesen Jahres statt und nach Vollendung der Modewoche gab es die klassichen Resümee Presseartikel zu lesen.Wer es noch nicht weiß, Berlin ist was die Modeaffinität betrifft, leider nicht der Schmelztiegel der Modebranche.Und das ist auch gut so, denn die oberflächlichen Eitelkeiten der großen internationalen Fashionweeks gilt es weiterhin strategisch zu vermeiden. Darin ist Berlin gut und bietet somit Modelabels oder sozialkritischen Filmen über die unfaire Herstellung von Modeartikeln eine wertvolle Interpretationsplattform.

Auf der Fashionweek der Film "Life noch Germ"

"Life noch Germ" ist der geplante Spielfilm unter der Regie von Valerie Knill und Shakor Ahmed indeutsch - bangladeschischer Koproduktion. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des RanaPlaza Kollapses, der als tödlichster Unfall seiner Art in die Geschichte einging. 1’129 Textilarbeiterfanden den Tod unter den Trümmern der Fabrik, über 2500 wurden schwer verletzt.

Die Kampagne Insure Labor Safety

Die in Berlin lebende Regisseurin Valerie Knill ist überzeugt, dass der Film eine Bewegung hin zu mehr Respekt im Umgang mit dem Leben der Arbeiter unterstützen kann.Die mit dem Film verbundene Kampagne Insure Labor Safety oder kurz ILS hat das Ziel, bessere Sicherheitsstandards und Arbeitsbedingungen in den Bekleidungsfabriken weltweit zuermöglichen.

Die sozialkritische Gegenüberstellung auf der Modenschau

Der deutsche Modeproduzent Andy Korb und die Organisation "Bunt stattBraun" veranstalteten die Modenschau fashion4charity, die den Film "Life noch Germ" und die Kampagne ILS erstmals dem Publikum vorstellte. Die in Berlin lebende Regisseurin Valerie Knill sprach das Fashionpublikum direkt auf dem Laufsteg an und es liefen Models, wie Dani Sanders und Markus Graf fast nackt,um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhaschen.Die Models sahen aus als wenn sie in bunte Batik Farben getaucht wurden und hatten Texte der Kampagne in den Händen.

Die Zielsetzung des Film "#Life no Germ" Der Menschenrechtsaktivist und Berater des Projekts Yuval Jacob Zalk erinnert daran, dass der Zusammenbruch von Rana Plaza zeigt, dass wir es bis heute mit Menschenrechtsverletzung im Produktionssektor zu tun haben.Vier Jahre nach dem Unfall erfüllen noch immer sehr wenige Kleiderfabriken die Sicherheitsbedingungen. Weltweit arbeiten heute Millionen von Menschen an Kleidern unter gefährlichen Arbeitsbedingungen.Das Projekt wurde von Shakor Ahmed ins Leben gerufen, nachdem er den Rana Plaza Unfall als freiwilliger Helfer in einem der Rettungsteams hautnah miterlebte.

Auf der Homepage ist eine Online-Petition geschaltet bei der man mit einer Unterschrift die Textilarbeiter unterstützen kann und auch Videostatements für diesen Zweck teilen kann. #sozialkritisch