Grundsätzlich geht es der Öffentlichkeit und uns nix an, welche Medikamente Hanka Rackwitz einnehmen muss. Da aber Hanka im Dschungel sehr offen mit ihrer Krankheit umgeht und auch Dr. Bob gegenüber der BILD Auskunft erteilt hat, können wir darüber berichten. Wir wollen euch mehr über das Medikament erklären, damit ihr versteht, warum Hanka so ist wie sie ist. Beratung über Citalopram haben wir in einem Interview mit den Linda Apotheken sowie der Vivantis Klinik in Berlin vor Ort eingeholt.

Hankas Dosis ist hoch

Wie BILD am Dienstag berichtet, nimmt Hanka täglich 30 Milligramm Cipramil, ein Medikament mit dem Wirkstoff Citalopram.

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Das Medikament ist stimmungsausgleichend und sorgt dafür, dass Hanka keine Panik bekommt. Wie müsst ihr euch das genau vorstellen: Sehr vereinfacht dargestellt ist es so, dass Hankas Gehirn eine chemische Störung hat. Es bekommt nicht genügend Serotonin. Dieser Prozess ist bei gesunden Menschen störungsfrei. Bei einem Ungleichgewicht verliert zum Beispiel die Angst ihre eigentliche Funktion und verselbstständigt sich. Deshalb hat Hanka Angst vor einer offenen Wunde, was ein "normaler" Mensch einfach abstreifen würde. Medikamente können dem entgegenwirken. Citalopram ist ein sehr bekannter Wirkstoff bei Depressionen, Angst und Panik und gibt es von zahlreichen Herstellern. Eine Packung für den Dschungel kostet gerade einmal - je nach Hersteller - 9 bis 14 Euro. Bei einer Dosis bis 20 Milligramm ist das verschreibungspflichtige Medikament gut verträglich.

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Einnahmen über diese Dosis, also wie bei Hanka mit 30 Milligramm (1 1/2 Tabletten), sollte mindestens einmal im Jahr die Herzfunktion im EKG beobachtet werden.

Kann Citalopram im Dschungel wirklich helfen?

Nein, das Medikament ist nur eine Unterstützung. Man darf es aber auch nicht einfach wegen der TV-Show absetzen. Die Umgebung im Dschungel ist eine hohe Strapaze und das kann kein Medikament verhindern. Angstpatienten bekommen seit kurzem auch häufig noch zusätzliche Präparate in Kombination, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Pregabalin. Dass Hanka weiterhin weint und verzweifelt wirkt ist eine für ihre Krankheit "normale" Reaktion. Viele Zuschauer verstehen nicht, warum Hanka überhaupt bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" mitmacht. Für Außenstehende ist die Angststörung tatsächlich sehr schwer nachzuvollziehen. Es darf aber davon ausgegangen sein, dass sowohl Ärzte, als auch die Versicherung von #RTL Hanka vor dem Dschungel genau untersucht und grünes Licht gegeben haben. Vielleicht überwindet Hanka durch den Dschungel auch bestimmte Ängste.

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" läuft täglich ab 22:15 Uhr live bei RTL.

Fotos: RTL / Ruprecht Stempell; Aluid Pharma

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