Bis vor kurzem konnte sich vor allem die Presse mit dem Format "Schwiegertochter gesucht" nicht wirklich anfreunden. Kritiker zerrissen die #RTL-Sendung. Der Vorwurf: menschenverachtend und Leute vorführen. Auch über den Dauersingle Beate Fischer (34) und ihre Mutter Irene machte sich die Sendung lustig. Als Irene Fischer die Reste der Schnapsflaschen von Silvester einfach zusammenschüttete, feixte RTL, dass das Irenes geheime Bowle sei. Doch genau deswegen liebte man Irene. Ihr war es egal, wie man über sie dachte. Sie blieb immer authentisch. Und genau das machte sie zu einem Liebling des #Reality-TV. Nun ist Irene Fischer tot. Sie starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 64 Jahren.

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Herz am richtigen Fleck

Wie die BILD am Mittwochabend vermeldet, soll Mama Fischer an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben sein. In den sozialen Netzwerken trauern die Leute, als sei ein Popstar gestorben. Und Irene war viel mehr als das. Sie zeigte uns, dass Trash-#Fernsehen auch menschlich sein kann. Als RTL mal wieder versucht hat, Beate lächerlich zu machen mit einer Story zu ihren beharrten Beinen, stellte ihre Kult-Mutter klar: Beate hat zwar Haare an den Beinen, aber dafür das Herz am richtigen Fleck. Irene Fischer war schon lange die Heldin des Formats. Wenn sie im Ausland auf Brautschau mit ihrer Tochter war, konnte man sich an Irene nicht satt sehen. Sie ließ ihren Mann zu Hause und machte mit der Tochter einen drauf. Und das mit Anfang 60. Deutschland liebte die füllige, aber coole Mama.

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Als Rentnerin viel Spaß am Leben

Die Quoten der Sendungen mit Beate und Irene schossen in die Luft. Marktanteile von bis zu 20 Prozent am Sonntagabend waren die Regel. Dazu trug auch eine von Grund auf ehrliche Irene bei. Wenn ihr ein Typ nicht passte, sagte sie es. Wenn Moderatorin Vera-Int-Veen verzweifelte, bot Irene ihr ihre Bowle an. Das Zeug warf jeden aus den Hausschuhen. Irene räumte mit dem Vorurteil auf, dass Menschen in diesem Format nur peinlich wären. Irene war mulitkulti. In Indien sprach sie die Landessprache, irgendwie halt; fand das Hotel nicht und stand knietief im Kufladen. Na und, sagte sich Irene. Wann hat man als Rentnerin noch mal soviel Spaß.

Die Engel stoßen jetzt im Himmel an

So war Irene, bis zu ihrem letzten Tag im Leben. Einfach, ehrlich und mit sich selbst nie zu ernst. Irene war gemütlich und eine gute Seele. Nun ist sie weg. Für immer. Der Trauergottesdienst ist am kommenden Dienstag, 17. Januar, um 14.30 Uhr in der Pfarrkirche in Grainet (Bayern; Freyung-Grafenau). Jeder kann kommen. Mach's gut, liebe Irene. Du bleibst immer in unseren Herzen. Die Engel stoßen derweil an. Denn Irenes Bowle gibt's jetzt im Himmel. Prösterchen!

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