"#Deutschland sucht den Superstar" machte Kazim Akboga auch ohne gelben Recall-Zettel landesweit berühmt - mit seinem Comedy Hit "Ist mir egal" traf er den Nerv vieler Zuschauer. Mit fast 130.000 Abonnenten auf YouTube startete der Comedy-Fan und Sänger eine deutschlandweite Karriere - mit nur 34 Jahren endete das Leben des Berliners in der vergangenen Woche.

"Ist mir egal" - Fans trauern um den Berliner Komödianten Kazim Akboga

"Es ist letzte Woche passiert, wir und die Eltern stehen unter Schock. Der Vater von Kazim hat mir seinen Tod bestätigt, die Familie bittet um Respekt und möchte in Ruhe gelassen werden", sagte Akbogas ehemalige Managerin May-Brit Stabel in einer Stellungnahme gegenüber der BILD Zeitung. Auch berichtete Stabel, dass Kazim Akboga schon seit geraumer Zeit an erheblichen psychischen Schwierigkeiten gelitten habe. Eine offizielle Stellungnahme zur Todesursache wurde durch die Polizei noch nicht bekannt gegeben, jedoch soll sich der 34jährige Sänger vor eine U-Bahn geworfen haben.

Das Talent zum Glück

Talent besaß der Berliner Komödiant und Sänger sicherlich - und sei es nur, mit wenig Talent dennoch einen viralen Hit zu erschaffen. In seiner Tätigkeit als Werbetexter ersann Kazim Akboga den simpel anmutenden Hit "Ist mir egal" und wurde kurz nach seiner Teilnahme bei RTLs beliebter Casting Show DSDS einem Millionenpublikum bekannt. Die Berliner Verkehrsbetriebe nahmen seinen Song trotz Scheitern bei der bekannten Casting Show für einen Werbespot auf, was seine Bekanntheit weiter vergrößerte.

Seine weiteren Songs wurden zwar keine Hits wie "Ist mir egal", dennoch fanden Songs wie "Angela Merkel, ich bin Dein Ferkel" oder "Tanz den Akzeptanz" Anklang bei Hunderttausenden. Eine vielversprechende Karriere war geboren.

Doch nicht jedem Menschen ist auch das Talent zum Glücklichsein gegeben, und so reiht sich Akboga in die traurige Galerie Jener ein, die den Druck des Ruhms nicht zu einem positiven Teil ihres Lebens konvertieren konnten.

Tragisches Ende trotz Millionenerfolgen

Kazim Akbogas bekanntester Song "Ist mir egal" wurde über den von den Berliner Verkehrsbetrieben produzierten Werbespot über 9 Millionen Mal angesehen. Sein YouTube Account weist 130.000 Abonnenten auf, auf Twitter folgten ihm Tausende. Seine Mischung aus offensichtlicher Satire und scheinbar sinnlosen Texten begeisterte eine Jugend, die nur allzu oft übersieht, dass hinter der lustigen Person des öffentlichen Lebens der Mensch Kazim steckte. Werbetexter, Sohn, Familienmitglied.

Viele werden Kazim Akboga vermissen, und auch wir von Blasting News Deutschland wünschen den Hinterbliebenen Kraft und Frieden, um dieses schreckliche Ereignis verarbeiten zu können.

Mögest Du nun Deinen Frieden finden, Kazim - Dein Hit "Ist mir egal" wird als Vermächtnis bleiben. Es mag nicht das größte Vermächtnis auf dieser blauen Erde sein, doch ist es ein menschliches - von einem Menschen, dem nicht alles egal war.

Bildquelle: Twitter (@#KazimAkboga) #Istmiregal