Eine Panne mit Oscar-Premiere

Die diesjährige Oscar-Verleihung wird vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben. Der Grund: Das Laudatoren-Duo Waren Beatty und Faye Dunaway hatte in der Königskategorie "Bester Film" den falschen Gewinner bekanntgegeben. Es war offensichtlich zu einer Verwechslung von Umschlägen gekommen. So wurde zuerst der Favorit "Lala Land" und nicht "Moonlight" bekanntgegeben. Die Untersuchungen zu der peinlichen Panne sind noch nicht abgeschlossen. Fakt ist: Einen solchen Mißgriff hatte es in der Geschichte der Oscars zuvor noch nicht gegeben. Nun hat eben nicht das Musical, sondern ein Drama gesiegt. In dem Oscar prämierten Film "Moonlight" geht es um die Geschichte eines jungen Afroamerikaners, der in den 1980er-Jahren in Miami seine Kindheit und Jugend unter Präsident Nixon erlebt.

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Der Film basiert auf dem Theaterstück "In Moonlight Black Boys Look Blue".

Falsche Laudatio, aber trotzdem sechs Oscars für Lala Land

Obwohl sie die Königsklasse "Bester Film" nicht für sich reklamieren können, werden sich die Macher von "La La Land" - mal abgesehen von dem kollektiven Schockmoment - nicht beklagen. Ihre Romanze war in 14 Kategorien nominiert und gewann sechs. In dem Musical-Film dreht sich alles um einen ehrgeizigen Jazz-Pianisten (gespielt von Ryan Gosling) und eine aufstrebende Schauspielerin (gespielt von Emma Stone). Das Werk wurde in folgenden Kategorien ausgezeichnet: Beste Regie, Beste Kamera, Bester Filmsong, Beste Filmmusik, Bestes Szenenbild und Beste Hauptdarstellerin. Ein schöner Oscar-Moment: Emma Stone war zu Tränen gerührt und bedankte sich bei ihrem Kollegen Ryan Gosling mit den Worten: "Danke, dass du mich zum Lachen bringst. Und dass du mein verrückter Partner in diesem Abenteuer bist!"

Toni Erdmann blieb auf der Strecke

Im Vorfeld hatte eine deutsch-österreichische Produktion international für Furore gesorgt.

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Trotz aller Vorschusslorbeeren ging die diesjährige Oscar-Verleihung für das Team von "Toni Erdmann" enttäuschend zu Ende. Der Film konnte sich in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" leider nicht behaupten. Den Oscar erhielt die iranische Produktion "The Salesman". Der dramatische Film handelt von einem Ehepaar, das nach einem brutalen Überfall nicht die Polizei einschaltet, sondern Selbstjustiz übt. Der Regisseur des Films Asghar Farhadi hatte allerdings aus Protest gegen die verschärften Einreisebedingungen in den #USA seine Teilnahme an den Oscars abgesagt.

"Kunst kennt keine Grenzen, Kunst spricht keine einzige Sprache, und Kunst gehört keinem einzigen Glauben."

Cheryl Boone Isaacs, Präsidentin der Oscar-Akademie

jh

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