Sie darf nicht mehr verkauft werden und alle Exemplare sollen vernichtet werden.

My friend Cayla ist mehr als eine gewöhnliche Puppe. Sie kann mit Kindern kommunizieren, Fragen beantworten und dank der künstlichen Intelligenz lernt sie Neues mit der Zeit der Nutzung. Genau darin sieht Bundesnetzagentur ein Problem – und greift jetzt durch.

Cayla funktioniert mit einem Lautsprecher und einem Mikrophon.

Damit sich die Kinder mit ihr unterhalten können, ist sie mit einem Smartphone verbunden. Die gestellte Frage wird mit einer App ins Text umgewandelt, die Antwort wird im Internet gesucht.

In einem von Stefan Hessel, einem Jurastudent in Saarland, erstelltem Gutachten heisst es „Jedes Blue-Tooth-fächiges Gerät in Reichweite von etwa 10 Meter kann eine Verbindung zu ihr aufbauen und Lautsprecher und Mikrophon nutzen“.

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Die Daten, die über die Puppe gesendet werden, werden auf dem Firmenserver gesammelt, wo sie von den Eltern abgehört werden können. Dies steht aber im Konflikt zu dem Artikel 16 der UN-Kinderrechtskonvention, die sagt:

„Kein Kind darf willkürlichen oder rechtswidrigen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung oder sein Schriftverkehr oder rechtswidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.

Das Kind hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen“.

Nun ist der Besitz der Puppe als „gefährlichen Spionagegerät“ eingestuft,

dadurch illegal, also auch strafbar. In der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur heißt es:

„Die Bundesnetzagentur informiert über die Gefahren, die von der Puppe Cayla ausgehen. Sie hat bei den Händlern keine Daten der Käufer abgefragt.

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Eine Abfrage in Zukunft ist auch nicht beabsichtigt. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Eltern eigenverantwortlich die Puppe unschädlich machen. Die Einleitung von Verwaltungsverfahren gegen die Eltern ist derzeit nicht geplant“.

Der Verkauf und Besitz der Puppe droht jedoch in Deutschland mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren. In Österreich gibt es dazu keinen regulierenden Gesetz und die Puppe darf dort weiterhin verkauft werden. #Spielzeug #MyFriendCayla #Unterhaltung