Kurz vor den Munich Sessions, führte ich im Münchner Café Lost Weekend ein Gespräch mit dem Musiker Michael Brinkworth.

Berlin

Blasting News: Hey Michael, würdest Du sagen, dass #Berlin sehr viel anders als der Rest von Deutschland ist?

Michael Brinkworth: Ja, mit Sicherheit. Berlin ist sehr schräg und ich mag das so sehr, dass ich mich frage warum alle anderen Städte in Deutschland bzw. Europa so normal sind. Ich habe mich sofort in die Stadt verliebt, als ich 2011 auf Durchreise war- ich kam immer wieder zurück und baute mir ein tolles Netzwerk an kreativen Freunden auf. Nachdem ich 3 Jahre unterwegs war, verbrachte ich 6 Monate in Australien und kam dann nach Berlin zurück, um es zu meiner Home-Base zu machen und mich auf die #Musik zu konzentrieren.

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Seitdem habe ich, als Musiker keinen besseren Ort zum leben gefunden- die Lebenshaltungskosten sind gering, aber die Lebensqualität groß. Es ist sehr international und voll von interessanten, kreativen und musikalischen Menschen.

Die Band

BN: Du performst auch mit einer Band. Wie sehr unterscheiden sich diese Auftritte von Deinen Solo Gigs?

Michael: Die Solokonzerte sind ein bisschen flexibler für mich als Künstler- intimer bei den sanfteren Liedern und spontaner, wenn sich meine Stimmung ändert und ich einen Song singe, der mir gerade eingefallen ist. Mit der Band aufzutreten bedeutet die Musik auf eine ganz andere Ebene zu bringen- man hat eine andere Bandbreite an Dynamiken als wenn man alleine spielt. Die Lieder kommen besser zum Ausdruck, besonders wenn die Band vollständig ist. Mir macht aber wirklich beides Spaß.

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BN: Was hat es mit dem Michael Brinkworth Trio/Band auf sich?

Michael: Wir spielen schon fast die letzten 2 Jahre. Hal Strewe (Bass) und Stefan Bregenzer (Drums) sind beide extrem fähige Musiker des höchsten Kalibers. Sie haben beide auch andere Projekte und sind sehr gefragt. Somit bin ich dankbar, dass sie seit Beginn an meine Lieder glaubten. Unsere musikalische Verbindung wird immer stärker und wir sind gute Freunde geworden. Seit der Veröffentlichung meines Albums “Somewhere To Run From" (letztes Jahr mit Michael Bennetsen aufgenommen), habe ich die Band erweitert. Neben Hal und Stefan, umfasst das gesamte Line-Up auch noch Tim Granbacka (Keyboard/Orgel), Fritjof Brandt (Gleit- und E-Gitarre) und Frank Dasent (Posaune). Mit diesen Jungs kann sich die Musik in ihrer wahrhaftigsten Form entwickeln kann.

Persönliches

BN: Basieren viele Deiner Songs auf persönlichen Erfahrungen? Was denkst Du über das Schreiben von Songs?

Michael: Ja, ich könnte nicht über etwas singen an das ich nicht glaube.

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Ich muss es erst selber irgendwie erlebt haben. Selbst dann wenn es um eine andere Person geht, basiert es darauf wie ich darüber denke. Gute Songtexter schreiben über universelle Themen mit Herz und Seele. Es muss genug Einzelheiten geben, die der eigenen Geschichte ähneln, damit man es authentisch singen kann. Aber es bedarf auch genug Allgemeingültigkeit, um egal wie, verstanden zu werden. Man will niemanden einfach so eine Geschichte hinschmeißen, weisst du? Einige Lieder (Text/Melodie/Noten) können in 5 Minuten entstehen (Wie Townes Van Zandt in "big pen in the sky" sagte). Das beste ist, sie einfach kommen zu lassen und nicht zu sehr zu editieren, aber an einigen bastelt man auch disziplinierter. Ich versuche mich immer zu verbessern. Das ist mein Antrieb.

Die Zukunft

BN: Was sind so Deine Pläne?

Michael: Ich habe gerade eine neue EP, “Weird Ones veröffentlicht - eine Sammlung von Liedern, ziemlich schlicht aufgenommen, auf einem 4-Track- Aufnahmegerät- ein starker Kontrast zum letzten Studioalbum. Im Februar nehme ich ein neues Album in Finnland auf, gefolgt von einer baltischen Solo Akustik Tour und einem Livealbum mit der ganzen Band im April. Dann möchte ich eine Weile an der australischen Ostküste auftreten und anschließend gibt es noch einige Sommershows in Europa. Meine bisherigen Veröffentlichungen gibt es bei Bandcamp, Spotify und allen anderen großen Online-Shops.

#MichaelBrinkworth