Nicht zu bezweifeln, dass der jeweilige „Künstler“ ja das „Produkt“ der Musikindustrie, sicher irgendwo in ihr einen Sinn finden kann. Sofern er es denn versucht und sich etwas anstrengt. Jede der vergangenen Generationen findet jeweils die jüngere Generation eigenartig. Dass Jugend jeweils eine Art von Unverständlichkeit gegenüber der älteren Generation hervorruft, ja das, das gehört zur Jugend.

Nichtssagende Musik in allen Generationen?

Sicher lassen sich verrückte, nichtssagende Botschaften in allen Generationen finden. Am Beispiel von #Rihanna's Song „work“ lässt sich jedoch gut verdeutlichen, um was es geht, obwohl es eigentlich um Folgendes geht: absolut gar nichts.

Na gut, es geht um Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit.

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Schmutzig macht man sich dabei. Außerdem gibt es unter den unzähligen Wiederholungen ganz besonders eins: die Liebe. Von unerfüllten Träumen ist die Rede, von nicht warten wollen, aber direkt sein. Vielleicht magst Du das ja, fragt sie. Was ist jedoch, wenn ich diesen Song überhaupt nicht mag? Nach all den angedeuteten Geheimnissen, des Eigenlobes, wie hart man arbeitet und wie man dieses oder jenes lieber direkt anspricht. Einfach eine stahlharte Persönlichkeit ist. Wow! Was kann da noch kommen? Selbstverständlich: auf zur Arbeit! Los geht’s!

Benötigt es nicht eine Botschaft, ja zumindest eine Geschichte, die Sinn macht, um einem Song Wiedererkennungswert zu geben? Zählen tatsächlich nur das Image des Künstlers und der abgemixte Beat? Es könnte auch die „Marke-Künstler“ ja, sein eigener Stil, seine Erscheinung, sein Image sein, was die Massen bewegt.

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Diejenigen, die auf die Lyrik achten, die interessieren sich nicht sonderlich dafür. Diese Fragen muss man sich natürlich nicht stellen. Kann man doch einfach die Party genießen. Nichts gibt es, das irgendwie dagegen spricht.

Solange die Menschenmengen jubeln, in Begeisterung ihre Gläser heben und ihre Hüften schwingen.

Natürlich gibt es etliche Gegenbeispiele. Songs mit umfassender Lyrik. Geschichtenerzähler, Leidende, Kritiker, Kämpfer. Wunderschöne musikalische Geschichten aus der Gegenwart und der Vergangenheit. Songs, die uns fühlen lassen. Träumen. Die sich anhören, als sprächen sie dem Künstler aus der allertiefsten Ecke seines Herzens. Als hinge sein Dasein ganz allein von diesem Song ab.

#Ed Sheeran – “Don't“

Junge trifft Mädchen, es kribbelt. Aus Angst vor erneuter Verletzung legt er es unter „Freundschaft“ ab. „Don't mess with my love“ singt sie. Das Herz so kalt. Gefährliche Situation. Die Sache entwickelt sich anders, sie verbringen viel Zeit miteinander. Bis sie mehr will, von einem anderen.

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Tränen fließen, als sie an seiner Schulter weint. Hätte er es doch besser wissen müssen. War das doch alles kein Versprechen aber irgendwie doch mehr. Der erfolglose Versuch keine Gefühle zu entwickeln, Kopf sagt Nein, Herz sagt Ja.

Das Herz gewinnt oder verliert ohnehin; „Don't mess with my love“. Anfang 2017 kam eben jener Künstler zurück. Mit zwei neuen Songs, die sofort mit Raketengeschwindigkeit in die Charts einstiegen. Die Welt hat gewartet und #Ed Sheeran kam, um sie umzuhauen!

Sind diese Genres des #Pop, tatsächlich vergleichbar?

Natürlich handelt es sich hier letztendlich um zwei verschiedene Genres. In beiden lassen sich sowohl „sinnfrei“ zu betitelnde Texte als auch Texte mit tiefgründiger Bedeutung, gar vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten finden. Schlussendlich lässt sich alles mit einem einzigen Zitat Volaire's ausdrücken:

„Alles, was zu dumm ist, um gesprochen zu werden, wird gesungen.“

Dann heißt es wohl: „Kopf zu, tanzen!“ #pop #EdSheeran #Rihanna