Nach zwei Stunden wurde es bei dem Auftakt der aktuellen Staffel von „#Promi #Big Brother“ auf #SAT1 zum ersten Mal so richtig interessant. Der erste Streit trug dafür aber auch sehr viel Brisanz in sich und so hatte er im Gemeinschaftsschlafraum begonnen: Party-Sänger Willi Herren, einst drogenabhängiger Alkoholiker, interessierte sich für Jenny Elvers Alkoholentzug und bekam Zweifel an dem, was der Ex von Jenny, Steffen von der Beeck, ihm erzählte. Willi: „Jenny war ja nur vier Wochen in der Betty-Ford (Anmerkung der Autorin: Betty-Ford—Entzugsklinik) und du sagst, sie wäre gesund, aber nach vier Wochen kann kein Alkoholiker gesund sein, definitiv nicht.“

Dann kommt ein Vorwurf, der Steffen endgültig auf die Palme bringt.

Werbung
Werbung

Willi sagt: „Das ist natürlich schwer, wenn der Partner weiter trinkt.“ Steffen bestreitet das vehement: „Nicht vor Jenny, nicht zu Hause. Und danach, wenn wir unterwegs waren, ich hab Jenny immer gefragt, ist das für dich okay, wenn ich hier was trinke.“ Willi kontert: „Das ist schon falsch.“

Entzug, Entgiftung, Entwöhnung

In der Raucherecke geht der Streit weiter. Steffen, der von sich selbst sagt, dass er Psychologe sei, fragt Willi, was für ihn der Unterschied zwischen Entgiftung und Entzug sei. Für Willi ist Entgiftung die Zeit, in der der Körper die Alkoholreste ausscheidet und Entzug die mentale Überwindung der Krankheit. Da liegt Willi, auch wenn er sich mit der Materie sicher gut auskennt, aber falsch. Entzug und Entgiftung sind laut der Alkoholismus-Hilfe zwei Wörter für ein und dieselbe Sache.

Werbung

Sie nennen das, was Willi mit Entzug meint, Entwöhnung. In der Entwöhnungsphase ist das Gift raus, jetzt aber muss der Patient lernen, ohne sein Suchtmittel das tägliche Leben zu bewältigen.

Rechtliche Konsequenzen für "Big Brother"?

Unangenehm ist aber die drohende Haltung, die Steffen einnimmt. Sollte er wirklich Psychologe sein, nutzt er scheinbar sein Wissen, um andere Menschen einzuschüchtern. Sogar den großen Bruder? Dafür spricht folgender Wortwechsel zwischen Willi und Steffen, als sie sich darüber uneins sind, wer nun was im Streit gesagt hat. Willi, mit Blick in die Kamera: „Wir werden sehen, was du gesagt hast.“ Steffen: „Ich glaub nicht, dass wir es sehen werden.“

Wie bitte? Seid wann bestimmen denn die Kandidaten bei „Big Brother“ was gezeigt wird und was nicht? Steffen setzt jedenfalls weiter auf Drohgebärden. „Willi, ganz ehrlich, du musst ein bisschen vorsichtig mit deinen Aussagen sein.“ Versucht er das auch mit dem großen Bruder? Wenn ja, hat es ihm jedenfalls nichts genutzt.

Werbung

Es wurde gezeigt und die Moderatoren gaben ihm in der Sendung den Spitznamen „Einstweilige Verfügung von der Beeck“.

Willi: Steffen lobt ständig sich und Jenny

Später will Steffen mit Willi noch einmal alleine sprechen und kündigt an zu gehen. „Die Sachen, die du jetzt auf den Tisch gepackt hast. Ich hätte Jenny in der Betty-Ford kennengelernt. Das ist eine Lüge.“ Jenny zu schützen sei das Wichtigste in Steffens Leben. „Mir ist ganz egal, was Deutschland von mir denkt. Es geht mir darum, dass ich Jenny davor schützen will, dass sie wieder mit Blödsinn im Fernsehen konfrontiert wird.“ Willi kann das nicht glauben: „Dann gehe ich nicht als Ex von Jenny Elvers in das Big Brother Haus. Den ganzen Tag nur Jenny, Jenny, Jenny. Du profilierst dich die ganze Zeit über Jenny. Vorher kannte dich kein Schwein.“

Im Sprechzimmer sagt Willi dann, dass er glaube, dass Steffen Jenny durch Big-Brother zurück gewinnen wolle. Dafür spricht, dass die Sat1-Promi-Expertin Vanessa Blumenhagen letzte Woche berichtet hat, dass Steffen auf einem Campingplatz in der Nähe von Jenny hause. Falls das stimmt, wäre das jedenfalls ein befremdliches und geradezu unheimliches Verhalten. Willi ist im Sprechzimmer jedenfalls davon überzeugt, dass Jenny ohne Steffen sehr viel besser dran sei.

Und das sagt Jenny

Jenny selbst sagte am Freitagmorgen im Sat1-Frühstücksfernsehen, dass Steffen sie per SMS um ihr Einverständnis gebeten habe. Sie sei nicht begeistert gewesen, habe aber zugestimmt, weil es seine Entscheidung sei. Steffen habe ihr gegenüber als Motiv angegeben, dass er Künstler managen wolle und hoffe im Haus entsprechende Kontakte zu knüpfen.

Die Geschichte bleibt spannend. Ansonsten ist „Promi Big Brother“ leider mit ganz schlechten Quoten gestartet. Hoffentlich erholen sich die Zahlen noch. Bei mir jedenfalls will ohne Livestream das echte Big-Brother-Gefühl noch nicht aufkommen. Nicht einmal in der „Late Night“ im Netz wird dem Zuschauer mal eine halbe Stunde Livestream am Stück gegönnt. Da ist noch Luft nach oben.