Ihr Name löst bei vielen Menschen ein innerliches Naserümpfen aus: Tatjana Gsell (46) soll, laut BILD, mit dabei sein, wenn es im Januar #2018 ins Dschungelcamp zu „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ geht. Jetzt gab Tatjana #RTL ein bewegendes Interview. Das Interview ist wahrscheinlich deshalb so gelungen, weil Tatjana den Reporter Jens Prowo wirklich mag. Prowo sei ihr „Lieblingsreporter“ postete sie aktuell auf Instagram.

Mit 20 Jahren hatte die gelernte Kosmetikerin ihren 45 Jahre älteren Mann, den Schönheitschirurgen Franz Gsell, geheiratet. Der benutzte die junge Frau als lebende Werbefläche. So gab es früh Fernsehbilder, in denen Tatjana in der Arztpraxis unter anderem ihre operierte Oberweite als gelungenes Beispiel für die Fertigkeiten ihres Mannes präsentierte.

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Mit 76 Jahren starb Franz Gsell 2003 an den Spätfolgen eines mutmaßlich fingierten Überfalls. Das Paar soll eine Autoschieberbande aus dem ehemaligen Jugoslawien engagiert haben, um ein Luxusauto im Wert von rund 100 000 Euro als gestohlen melden zu können. In Wirklichkeit sollte das Auto von den Schiebern weiterverkauft werden. Bei der Übergabe soll es zu einem Streit gekommen sein, bei dem Franz Gsell zusammengeschlagen, schwer verletzt wurde und im Krankenhaus an einer Infektion starb.

Mit Knasterfahrung ins Dschungelcamp

Tatjana geriet in das Visier der Polizei und kam in Untersuchungshaft. Die Medien überschlugen sich mit Berichten über die „schöne schwarze Witwe“. Und weil nichts so absurd wie das wahre Leben ist, stellte sich auch noch heraus, dass ein Staatsanwalt in das Verbrechen verwickelt gewesen sein sollte.

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Bei diesem Staatsanwalt handelte es sich um einen Jugendfreund von Tatjana, der 2004 zu 11 Monaten Haft auf Bewährung und 3 000 Euro Geldstrafe verurteilt wurde. Die Witwe erhielt wegen versuchtem Versicherungsbetrug und dem Vortäuschen einer Straftat 16 Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe von 30 000 Euro.

Aber: Für den Tod ihres Mannes wurde die Gsell vom Gericht nicht verantwortlich gemacht. Trotzdem blieb der Verdacht an ihr kleben, auch nachdem 2014 die zwei Mitglieder der Autoschieberbande deswegen beide zu 11 Jahren Haft verurteilt wurden.

Ich war ein Opfer

Tatjana sagt dazu: „Ich war und bin unschuldig.“ Sie sei von jeglichen Vorwürfen, den Tod ihres Mannes betreffend, freigesprochen worden. „Ich finde 15 Jahre ist eine wahnsinnig lange Zeit, mit so einem Vorwurf zu leben, beleidigt zu werden, beschimpft zu werden und deswegen habe ich mich irgendwann auch zurück gezogen, weil das einfach wahnsinnig weh tut. Ich glaube, das kann sich kein Mensch vorstellen, welchen harten Weg ich gegangen bin.“ Schließlich habe sie neben ihrem Ansehen auch ihren Mann verloren.

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„Man konnte überhaupt nicht trauern und dann kam dieser Riesenknall mit der U-Haft, bei dem du nicht weißt, ist das ein Scherz? Ich war halt so echt ein Opfer: Junge Frau, 50 Jahre jünger, das hat einfach so gut gepasst.“

Was Tatjana am Lagerfeuer Dschungel über diese Zeit noch so verraten wird, darauf können die Fans vom #Dschungelcamp wirklich gespannt sein. Vielleicht wird Tatjana am Ende sogar die Dschungelkönigin. Auch Ex-Dschungelkönigin Ingrid van Bergen hatte Knasterfahrung und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, die Krone geholt.