Der Wiener Rapper Money Boy ist mit einem neuen Video zu seinem Song „Monte Carlo“ zurück.

Der Song selber wurde am 16.10. 2017 veröffentlicht, jedoch folgte am Dienstag das dazugehörige Video.

Wie gewohnt provoziert er in großprotziger Manier. Markenkleidung, teure Autos und die Verherrlichung von Sexismus sind sein Konzept. Doch es stellt sich immer wieder die selbe Frage: Meint er das wirklich ernst?

Money Boy aka. Sebastian Meisinger hat Kommunikationswissenschaften studiert und eine Magisterarbeit über „Gangsta-Rap in Deutschland“ geschrieben. Darin analysiert er aggressive und sexistische Raptexte von Künstlern wie Bushido oder Kollegah.

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Er weiß also ganz genau, was er damit bewirkt, wenn er provokante Aussagen wie „eine Bitch muss für mich bügeln und so, oder ich verprügel die Hoe“ oder „Ich hol das Crack aus dem Ofen“, wie er in seinem neuen Song „Monte Carlo“ rappt, tätigt.

Hier das Video zum neuen Song:

Doch Meisinger polarisiert absichtlich! Er wird von seinen Fans gefeiert und von seinen „Hatern“ ausgelacht. Doch sein ehemaliger Professor an der Universität Wien, Prof. Dr. Peter Vitouch, hält Money Boy für „alles andere als dumm“. Auch wenn Vitouch diese Aussage nur auf die Studienergebnisse von Money Boy bezog, gehen einige Kritiker von der Annahme aus, Money Boy sei nur eine Kunstfigur, entwickelt, um die Hip-Hop Gemeinschaft an der Nase herumzuführen.

Ein Ausschnitt aus dem neuen Video - Sein '#Comeback', wie Money Boy selber sagt!

Doch seit 2008 fiel „der Boy“ häufig mit öffentlichem Drogenkonsum oder mit Gewalttätigkeiten gegen Konzertbesucher auf.

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Ist das dann noch Kunst? Oder kann das dann weg?

Die Frage ist also: Hat sich Sebastian Meisinger in seiner Kunstfigur Money Boy verloren? Nichts desto trotz repräsentiert er seit Jahren, wie kein anderer, ein neues Künstlerbild in der deutschsprachigen Hip Hop Landschaft, dass von vielen anderen Rappern, wie „Yung Hurn“ oder „Hustensaft Jüngling“, aufgegriffen wurde.

Sein „Turn Up“-Lebensstil wird in seinem neuen Video zu „Monte Carlo“ nur noch mehr unterstrichen. In dem Clip lässt Money Boy wieder alles raus, wofür er steht. Er ist am Champagner „sippen“, spielt dilettantisch Golf oder posiert mit seinen viel zu großen und zahllosen Goldketten vor der Skyline von Monaco.

Da Meisinger letztes Jahr in einer Klinik verbrachte und seither auf seine Gesundheit achten muss, betitelt er sein Video selbst als Comeback. Nach gesundem Lebensstil sieht das trotzdem nicht aus, obwohl er in einer Szene tatsächlich Fruchtsaft aus einem Pokal trinkt. #MoneyBoy #HausInMonteCarlo