Am 17. November 2017 hatte das provokante Kunst- und Modelabel HeroinKids zu einer Ausstellung im Club Kosmonaut in Berlin Friedrichshain geladen. Dort wurden großformatige Fotografien mit bis zu zwei auf drei Meter und Videoprojektionen gezeigt. Es mag für manche provokante Fotokunst sein, die nicht jeder Besucher als Kunst versteht.

Die Arbeiten der beiden Künstler Corinna Engel & Christian Kaiser polarisieren und erregten in den letzten Jahren immer wieder die Gemüter mit Schlagzeilen wie „Schulmädchen als Drogen Lolitas“, „Verbotene Kunst“ oder „Die skrupelloseste Ausstellung des Jahres“.

Sie zeigen junge hoffnungslose Menschen zwischen Gefühlen des Unakzeptiert- und Ungeliebtseins, zwischen Drogen, Sex, Party, Nacktheit, Liebe und Absturz.

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Die Welt, die die Arbeiten reflektieren, ist eine kranke, kaputte Welt - aber auch eine Welt voller Ästhetik.

Während der Ausstellung wurden mehrere Kunstwerke von unbekannten Tätern mit Spraydosen besprüht und stark beschädigt. Was wollen uns die Kunstbanausen mitteilen und warum kommt man mit Spraydosen an der Tür vorbei? Mit dem berühmt berüchtigten Berghain Türsteher Sven Marquardt wäre das nicht passiert. Handelt es sich bei den Zerstörern um Freunde des neu geführten Clubs Kosmonaut oder aber um Neider der Dekadenz?

Zugegebenermaßen ist das Foto- und Videoprojekt #Heroin Kids© keine klassische Kunstausstellung und thematisiert das Thema Drogen und Feiern, während einer Technoparty.

„Man kann so ein Thema wie Jugend und Drogenkonsum in Verbindung mit Schönheit und Sehnsucht nicht künstlerisch behandeln ohne dass sich Menschen davon provoziert fühlen“, so Engel.

„Kunst hat eben nicht den Auftrag schön oder moralisch zu sein.

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Im Gegenteil, gute Kunst regt immer zum Nachdenken an und fordert den Betrachter dazu auf, seine gewohnten Denkstrukturen zu verlassen.

Gut, man könnte bei der Betrachtung der #Kunstwerk-Schäden auch versuchen den Vandalen zu verstehen. Denn die Fotokunst wurde eher betont verunstaltet oder hat mit seinen schwarzen Sprühwegen eher was von "Finde den Fehler" als von, "ich hasse diese Kunst". Hier wollte wohl jemand die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vielleicht ist es auch einfach nur ein Neider, der am liebsten selbst vor der Kamera gestanden hätte? Es wird sich wahrscheinlich nie aufklären. Wer des anderen Kunst zerstört, wird jedenfalls nie ein Künstler werden. "Dennoch haben wir absolut kein Verständnis für das Beschädigen unserer Arbeiten, es zeigt aber, dass wir mit unserer Kunst genau da sind, wo wir sein sollen: Am Nerv und am Pol der Zeit“, so Kaiser. #Berliner Clubszene