Die Kindheit als Mormone

#Reynolds erhielt 2017 den "Hero Award" bei der Trevor Project live-Nacht. Nach der Entgegennahme der Trophäe berichtete der US-Sänger von seiner frühen Kindheit, seiner Suche nach einem Sinn im Leben und der Rolle des Mormonentums, welches sein Leben stark geprägt hat.

Als Teil einer Mormonen-Familie wuchs Dan mit acht Geschwistern auf. Er kam als das siebte Kind zur Welt und hätte demnach von Beginn an eine glückliche Zukunft zu erwarten. Dem war jedoch in den frühen Jahren seines Lebens nicht der Fall, schulisch betrachtet stand Dan im Schatten seiner älteren Brüder und er schaffte es nicht, sich mit dem Glauben zu identifizieren und Hoffnung in Gott zu finden.

Werbung
Werbung

Wie all seine Bruder vor ihm sollte auch der Sänger auf eine Schule gehen, die seiner Aussage nach die "Schule für schlaue Mormonen" gewesen sei. Nach bestimmten Aufnahmeverfahren, die er aufgrund seiner eher schwächeren schulischen Leistungen durchlaufen musste, wurde er von der Schule akzeptiert.

Allerdings sprach Reynolds vor Antritt mit seinem Bischof und gestand, dass er während seiner High-School Zeit mit einem katholischen Mädchen intim gewesen sei, woraufhin ihm der Zugang verwehrt wurde. Schwer betroffen brach Dan seine damalige Beziehung ab und folgte stattdessen einem Missionierungs-Auftrag.

Seine Zeit als Missionar

Er wurde nach Nebraska geschickt, was eine herbe Enttäuschung gewesen sei und zusätzlich dazu geführt habe, dass seine erste Zeit vor Ort schrecklich gewesen sei. Nach einem Gespräch mit seiner Mutter entschloss sich Dan jedoch sein ganzes Herzblut in den Auftrag zu stecken und verbrachte die kommenden zwei Jahre damit, die Bibel zu studieren und an abertausende Türen zu klopfen.

Werbung

An diesem Zeitpunkt seiner Rede wird der 30-Jährige sehr emotional und scheint mit den Tränen zu ringen. Er entschuldigt sich dafür, dass er damals Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe als etwas Schlechtes dargestellt habe. Er stellt weiterhin fest, dass er das Gesagte liebend gern rückgängig machen würde, aber dies nicht möglich sei, deswegen wende er sich wenigstens so an diese Menschen mit der Message, dass das Gesagte falsch gewesen wäre.

Dan habe in seinem Herzen immer gewusst, dass das Gepredigte falsch sei, allerdings wäre er in dem Glauben erzogen worden und es habe lange gedauert, bis ihm die Erkenntnis gekommen sei.

Aja Volkman

Seine Offenheit habe er vor allem durch seine jetzige Frau erlangt, die zum Zeitpunkt ihres ersten Treffens mit zwei lesbischen Freundinnen zusammen wohnte. Durch gegenseitige Akzeptanz erkannte Reynolds die Wahrheit, die er ihm zufolge schon ewig in seinem Herzen trug.

Obwohl die beiden Freundinnen nicht zur Hochzeit kamen, habe man sich mittlerweile ausgesprochen und sei zusammengewachsen.

Werbung

Dan wirbt offen auf all seinen Konzerten für Toleranz und gegenseitige Akzeptanz. Gemeinsam mit seiner Frau organisierte er auch ein eigenes Festival in Utah, das für diese Werte warb. Neben #Imagine Dragons traten weitere Bands unter dem Banner "Love Loud" auf.

Am Ende seiner ergreifenden Rede nennt Reynolds erneut die wichtigste Aussage des Gesagten: "Love is Love" und erklärt den Zuhörern, dass er daran glaube, dass viele weitere Mormonen die gleichen Gedanken hegen und dass Aufklärung deshalb von zentraler Bedeutung sei.

Avengers Infinity War Trailer!

League of Legends: TSM Roster für 2018 bekannt #Mormonentum