Liebe Kate, schön, dass Du die Zeit für mich findest. Derzeit bist Du auf ProSieben in "Get the f*ck out of my House" zu sehen. Bei Newtopia wart ihr zwar auch alle in einer Scheune, aber knapp hundert Leute in einem Mietshaus - was reizte Dich, an diesem Projekt teilzunehmen?

Jeder, der mich ein wenig kennt, weiß, dass ich das Abenteuer liebe. Ich möchte am Ende meines Lebens zurückblicken und sagen können: "Krass Kate, du hattest ein verrücktes Leben". Und wenn dieses Haus eines war, dann verrückt. Ehrlich gesagt war es eine Vollkatastrophe. Die meisten dort hatten ein Problem mit dem wenigen Essen, das war aber gar nicht so schlimm, ich habe in der Zeit dort 8 Kilo abgenommen, mein Kreislauf hat regelmäßig versagt, aber ich habe - wie in Newtopia - mal wieder viel über mich selbst gelernt und das war es wert (schmunzelt).

Was war das Schlimmste an diesem aktuellen TV-Projekt für Dich und was das Schönste?

Das Schlimmste für mich war, dass es keinen Rückzugsort gab. Die Leute waren einfach überall - sie standen neben mir, als ich auf dem Klo gesessen habe oder sind nachts auf mich drauf getrampelt, als ich schlafen wollte. Sie waren einfach überall. Man hat vieles gesehen, was man nicht sehen wollte: Mädels, die sich ihren Tampon vor deiner Nase rausziehen, Ka*ke in der Dusche oder Geschlechtsteile, die ich lieber nicht gesehen hätte. Es war alles wie im Film - seitdem bin ich abgehärtet.

"Vati freut sich, wenn ich heirate"

Newtopia ist zwar schon fast drei Jahre her. Hast Du noch Kontakt zu den alten Bewohnern? Wenn ja, zu wem und wie oft seht ihr euch? Ich habe nach wie vor sehr viel Kontakt zu Vati (Vati war der Spitzname von Steffen aus Newtopia. Als Ältester in der Gruppe bekam er schnell diese Bezeichnung; Anm. d. Autorin).

Er ist einer meiner engsten Vertrauenspersonen. Er wünscht sich für mich eine Traumhochzeit und freut sich schon darauf, wenn ich mal heirate. Das ist echt süß. Vicci und ich sind auch nach wie vor sehr verbunden miteinander, sie ist mega.

Du sollst auch beim Nachfolger Youtopia zur Einweihung gewesen sein. Inzwischen ist das Gelände abgerissen. Schmerzt es Dich, dass nichts mehr an Newtopia erinnert? Mittlerweile habe ich das Ganze gut verarbeitet. Newtopia hat mein Leben bereichert. Auch wenn das Ende weh tat, ich habe alles in toller Erinnerung. Ich habe dort so viel gelernt, da kann ich eigentlich rückblickend gar nicht traurig sein.

Kommen wir zur Gegenwart. Du hast #Nino de Angelo kennengelernt. Er schwärmt ja regelrecht von Dir. Möchtest Du erzählen, was für Dich diese neue Bekanntschaft ausmacht? Nino und ich sind seit November zusammen. Er war von der ersten Sekunde an ehrlich zu mir, wir haben ein sehr intensives, vertrautes Verhältnis zueinander. Wir haben uns gesehen und wussten sofort, dass wir zusammen sein wollen.

Ich mag keine Spielereien. Nino sagt, was er denkt, das liebe ich an ihm.

Nino kennen wir spätestens nach "Promi Big Brother" als grandiosen Unterhalter. Du bist ihm jedoch viel näher. Wie ist er mit Deinen Worten privat, wenn die Kamera aus ist? Er ist wie ich - sehr emotional, voller Gefühl. Er beschützt mich und tut so vieles, damit es mir gut geht - umgekehrt genauso. Im Gegensatz dazu hat er eine große Klappe, wie ich. Er ist ein starker Charakter, er ist perfekt.

"Nino nennt mich sein Bilderbuch"

Was machen Nino und Du gern, wenn ihr für euch seid? Momentan wechseln wir immer zwischen Köln und seinem Wohnort. Wir sind viel unterwegs, genießen aber natürlich auch unsere Zweisamkeit. Nino ist ein sehr guter Koch, ich liebe sein Essen. Ich kann mit Sicherheit noch vieles von Ihm lernen. Wir suchen gerade nach einer gemeinsamen Wohnung in Köln - wir haben große Pläne (lächelt).

Vor ProSieben sahen wir Dich im NDR bei "Markt". Was waren in den letzten Jahren noch so Deine Projekte? Ich habe in den letzten Jahren viel gearbeitet, vieles natürlich, ohne dass eine Kamera dabei war. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, ich habe Hummeln im Hintern und versuche aus meinem Leben ein kleines Abenteuer zu machen. Das macht mich glücklich.

Einige Fans fragen, was hat Kate mit ihren Haaren gemacht. Fiel es Dir schwer die Haare abzuschneiden? Wer mich etwas beobachtet, hat bestimmt schon gemerkt, dass ich gern mit meinen Haaren experimentiere. Damals habe ich mal eine Haarverlängerung ausprobiert, die meine Haare allerdings ziemlich zerstört hat. Dafür habe ich mich dann zu einem radikalen Kurzschnitt entschlossen, aber das fand ich cool. Mittlerweile habe ich eine Zwischenlänge. Mal sehen, was als nächstes kommt (lacht).

Ein Markenzeichen von Dir sind Deine coolen Tattoos. Möchtest Du uns zeigen und verraten, ob und welche neuen dazu gekommen sind? Ich lebe all meine Emotionen in meinen Tattoos aus. Jedes erzählt seine eigene Geschichte oder steht für einen Moment in meinem Leben, etwas, das ich schön finde oder für einen Menschen, dem ich sehr verbunden bin. Mein Freund nennt mich immer liebevoll sein "Bilderbuch".

Kate, vielen Dank für das Gespräch und Grüße an Nino.

Das Interview mit #Kate Merlan führte Susanne von Blastingnews #Pro 7