Viele EU-Maßgaben sind für den Normalbürger verwirrend, oder sorgen für hitzige Diskussionen am Stammtisch. In regelmäßigen Abständen verkündet die #Europäische Union nämlich Richtlinien, die dem einen oder anderen nicht geheuer sind. Das letzte Mal, als ich persönlich so etwas miterlebte passierte, als Griechenland tief in der Schuldenkrise steckte, und die Deutschen dabei mithelfen sollten, die Misere zu beenden. Mir fiel mit Schaudern auf, dass viele die regelmäßig zum "Griechen um die Ecke" gingen und leidenschaftlich gerne Ouzo tranken, auf einmal grenzwertig-rassistische Parolen weiterplapperten und gegen das damalige "Pleite-Land" Stimmung machten.

Ich habe in diesem Land leider weiterhin oft das Gefühl, das unpopuläre Maßnahmen der Europäischen Union oft mit Rassismus und Fremdenhass quitiert werden. In blindem und törichten Aktionismus möchte man dann "raus aus der EU", und man darf nicht vergessen, dass eine bestimmte rechte Partei, die der Währungsunion und auch der EU bei ihrer Wahl "Bye Bye" gesagt hätte, fast die Fünfprozenthürde übersprang.

Allerdings ist dies nicht nur in Deutschland so: Während viele Griechen nach dem wirtschaftlichen Untergang ihres geliebten Landes verstanden, dass jetzt "Sparkost" angesagt ist, griffen andere aus Rache zur Merkel'schen Sparpolitik zum Deutschenhass und ließen Erinnerungen aus dem 2. Weltkrieg leidenschaftlich wieder hochleben - und das wiederum ließ Deutschland nicht gerade besonders gut aussehen. Was einfach deutlich wird ist, dass die einzelnen europäischen Staaten oft zum Separatismus und ins rechte politische Eck schwingen, wenn die EU unpopuläre Verlautungen "von sich gibt". Es wird deutlich, dass Europa in der Theorie existiert, der "Pöbel" sich allerdings mit allem was er hat an seine nationale Identität klammert. Es wird Zeit, dass die Regierungen der einzelnen Länder eingreifen und ihren Völkern ein europäischeres Zugehörigkeitsgefühl vermitteln, denn sonst sieht die Zukunft Europas düster aus.