Am 13. Dezember 2014 wurde von der Europäischen Union eine Allergenverordnung vorgeschrieben. Dies betrifft vor allem die Gastronomie und Hotellerie. Zu der Neuerung gehört, dass die 14 Hauptallergene zukünftig auf Speise- und Getränkekarten angegeben werden müssen. Alternativ können die Konsumenten auch mündlich vom Servicepersonal über die enthaltenen Allergene informiert werden. Zu diesen Hauptallergenen zählen glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Ei, Fisch, Erdnuss, Soja, Milch oder Laktose, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesam, Sulfite, Lupinen und Weichtiere.

Ursprünglich einigten sich Gastronomen und Gesundheitsministerium auf ein Übergangsjahr, um die Änderungen vorzunehmen. Doch in Wien soll es schon ab dem 1. April zu Geldstrafen kommen. Kritik dazu kommt aus der Wirtschaftskammer. Schon seit 2011 gibt es eine erste EU-Verordnung zur Kennzeichnungspflicht, aber immer noch halten sich 10 bis 20 Prozent der Betriebe nicht an die neuen Bestimmungen.

Das Wiener Marktamt hat seit Mitte Dezember 350 Betriebe kontrolliert, und konnte bei 60 Prozent eine reibungslose Umsetzung der Kennzeichnungspflicht feststellen. 20 Prozent seien gerade dabei die nötigen Änderungen vorzunehmen, aber die restlichen 20 Prozent haben die EU-Verordnung bisher ignoriert. Vom Würstchenstand bis zum Restaurant sei bei letzteren 20 Prozent alles dabei. Jedoch scheint die Umstellung besonders für Betriebe mit telefonischer Bestellung und Lieferservice schwierig zu sein.

Bis Ende März wurden die betroffenen Betriebe noch schriftlich aufgefordert den Bestimmungen nachzugehen, doch mit dem 1. April wird es auch zu Anzeigen kommen. Die Geldstrafen, bei erstmaligem Säumnis, sollen sich im 3-stelligen Eurobereich ansiedeln.

Die Möglichkeit der mündlichen Information stößt aber besonders beim Wiener Verein FruLac & Co auf Kritik. Das Servicepersonal sei nicht ausreichend geschult oder wisse nur zum Teil über die Allergene Bescheid. Hier hofft man auf eine Umstellung zur schriftlichen Konsumenteninformation. #Europäische Union