"OpDeathEaters" soll Unterstützer-Netzwerke aufdecken

Das Kollektiv Anonymous macht seit Kurzem mit einer neuen Aktion wieder von sich reden. Wie diverse Medien von "heise online", Kronenzeitung bis Standard vor kurzem berichteten, verstärken Anonymous Aktivisten den Kampf gegen internationale Pädophilen-Netzwerke. Die Aktion heißt #OpDeathEaters, auf Deutsch "Operation Todesser" und soll Pädophilen-Ringe auf der ganzen Welt aufdecken. Anonymous hat schon früher mit großem Erfolg solche Aktionen durchgeführt. Grund für diese Aktion dürften die massiven Missbrauchsfälle in England sein, die bis in die sogenannten Eliten hineinreichen.

Internationale Vernetzung wichtig

Die Aktivisten von Anonymous sind überzeugt, dass die Verquickung von Kindesmissbrauch und Machtmissbrauch schuld an den relativ geringen Aufklärungsquoten sind. Wie "heise online" berichtet, erhofft sich die Initiatorin der Aktion Heather Marsh, dass sich in Deutschland sehr viele Menschen daran beteiligen. Im Interview bekräftigt sie gegenüber der Onlinezeitung die Wichtigkeit internationaler Vernetzung im Kampf gegen die Pädophilen-Netzwerke. Weiters bekräftigt Marsh die Wichtigkeit Deutschlands in diesem Kampf, da es zwischen Fällen in Deutschland, Österreich, Niederlanden und Osteuropa starke Verbindungen gebe. Als Beispiel führt sie die Edathy-Affäre an, um die Komplexität auch schon kleiner Fälle aufzuzeigen.

Harry Potter lässt grüßen

Der Begriff DeathEaters oder Todesser ist aus den Harry-Potter-Filmen entlehnt und steht für die skrupellosen Anhänger Lord Voldemorts. Im Rahmen der #OpDeathEaters werden alle Personen die Kinder missbrauchen oder auf andere Weise mit Kindesmissbrauch in Verbindung stehen mit diesem Namen bedacht.

Die Verpflichtung zu absoluter Legalität

Anonymous ruft Unterstützer auf, eigene Diskussionen oder Aktionen in den sozialen Netzwerken zu starten. Das Besondere an dieser Aktion ist auch das Bekenntnis zu absoluter Legalität. Im Rahmen dieser Aktion soll auf illegale Zugriffe auf Computer und Netzwerke verzichtet werden. Ziel ist, laut Kronenzeitung die Schaffung einer Datenbank, mittels derer es gelingt die gut vernetzten Täter letztlich doch vor Gericht zu bringen.

Deutsche Beteiligung recht dürftig

Wer sich an dieser Aktion in der einen oder anderen Weise beteiligen will, findet unter dem Hashtag #OpDeathEatersDE auf Twitter eine Plattform um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das gleiche gilt für andere soziale Netzwerke. Wer allerdings die deutsche Seite unter diesem Hashtag auf Twitter besucht wird peinlich berührt sein: 7 Tweets und 11 Follower sind im Vergleich zu gleichen Seiten aus anderen Ländern sehr wenig. Es bleibt abzuwarten, ob sich die anscheinend geringe Beteiligung als Bestandteil einer Anlaufphase oder auf Desinteresse zurückführen lässt.

Foto: See-ming Lee - CC-BY-2.0 - flickr.com #Krieg