Historie

Die Anwesenheit dieser slawischen Gäste in der Haupstadt Sachsens erklärt sich aus dem Blickwinkel der Geschichte und Gegenwart der polnisch-deutschen Beziehungen. Es ist vor allem daran zu erinnern, dass die Bevölkerung Sachsens und Polens ziemlich nah miteinander verwandt ist. Bereits im 13. Jahrhundert, als ein bedeutender Teil Polens, um seine damalige Haupstadt Krakau, durch Einbrüche der Tatarenhaufen verwüstet wurde, wurden sie durch sächsische Siedler gerettet. Sie konnten fleißig arbeiten, zahlten Steuern und der Wiederaufbau wurde durch sie schnell und erfolgreich. Das war u. a. deswegen möglich, weil die Sachsen mehr oder weniger slawischer Abstammung sind und Polnisch war damals oft keine Fremdsprache für sie.

"Die Mongoleninvasion verlieh der Deutschen Ostkolonisation in Polen und in anderen von ihr betroffenen Regionen Mitteleuropas, wo ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung den Tod fand oder in die mongolische Knechtschaft getrieben wurde, zusätzlich an Bedeutung."

Es war nur der Anfang der ruhmreichen polnisch-kursächsischen Geschichte, voll von der gegenseitigen Seelenverwandschaft und Zuneigung. Sachsens Pracht und Preußens Kriegshandwerk... Das zweite hat Oberhand gewonnen. Mit verhängnisvollen Folgen für polnisch-deutsche Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert.

Einige sozialpolitische Gründe für polnische Unterstützung der PEGIDA

Die Presse, der Rundfunk und das Fernsehen in Deutschland sind bekanntlich bestrebt diese Mengen an Unzufriedenen bei #PEGIDA-Protesten als Hakenkreuzler abzustempeln. In Polen hebt die, meistenteils den deutschen und amerikanischen Pressekonzernen zugehörende Presse, etwas anderes, nämlich deutlich russenfreundliche Haltung dieser Bewegung, hervor. Innerhalb der konservativ-freiheitlichen Opposition in Polen ist diese Beweisführung bedeutungslos. Ein immer größerer Teil der polnischen Jugend fürchtet die Multi-Kulti-Politik sowie Interessengruppen von sexuellen Minderheiten mehr als Putins Russland.

Die gegenwärtige Generation polnischer Schüler der Mittelschulen und Burschen behauptet, aufgrund der skandalösen Steuer- und Abgabenlast ein beschwerliches Dasein zu fristen sei. Einzige Alternative ist für sie das polnische Vaterland zu verlassen. Sie sind der festen Überzeugung, dass in den Ländern Westeuropas das Multikulti-Bekenntnis, mit dem militanten Islam als Hauptgewinner, das Tor zur Hölle aufgestoßen wird. So ist jedenfalls die Beurteilung der Anhänger von Janusz Korwin-Mikke, die stellen bei den polnischen Mittelschulen bereits weitestgehend mehr als die Hälfte der Schüler und Schülerinnen dar.

"In den vergangenen Jahren erhielt er insbesondere die Sympathien der jüngsten Wähler (unter den jungen Polen, die das Wahlalter noch nicht erlangt haben, ist er der beliebteste Politiker) und dank ihrer Stimmen trug er aktuell einen Wahlsieg davon. Dies ist insofern überraschend, als Korwin-Mikke weder ein junger noch ein neuer Akteur in der polnischen Politik ist. Die Unterstützung der Jugend verdankt er nicht nur deren natürlicher Bereitschaft, einfache und radikale Lösungen zu akzeptieren, sondern auch seiner Anti-Establishment-Rhetorik, seiner beständigen Existenz außerhalb der Hauptströmung der polnischen Politik und auch dem Umstand, dass er nie irgendwelche Posten besetzt hat, was ihm erlaubt, sich als unabhängiger, in nichts verwickelter, nicht kompromittierter und alternativer Politiker darzustellen. Auch die Verwunderung hervorrufenden Verständniserklärungen gegenüber Putins Aktivitäten bestätigten seine Andersartigkeit, seinen Charakter und seine Unabhängigkeit vor dem Hintergrund der anderen polnischen Politiker und Gruppierungen. In der Unterstützung für ihn kam außerdem die den jungen Wählern eigene Neigung zum Trotz und Albernheit zum Ausdruck".

Kampf gegen Islamisierung und unkontollierbare Einwanderung gilt nur als Ausgangspunkt

Die Fragen der Islamisierung und Einwanderungspolitik sind Basisthemen der Pegida gewesen, aber längst geht es um weitaus mehr. Ein solches Verständnis verbreitet sich zumindest in Polen. Die Polen sind sich immer mehr darüber im Klaren, dass es um das Recht zum Volksentscheid geht, um dem unverantwortlichen Experimentieren am Menschen ein Ende zu setzen. In Polen gibt es nur wenige Leute, die deutsche Sprachkenntnisse besitzen. Die Wissbegierde junger Polen treibt sie vor allem dazu Englisch zu lernen. Polnisch ist sehr schwer für Deutschsprachige. Trotzdem gibt es viele polnische Bürger, die in Deutschland leben und arbeiten. Eine umgekehrte Situation ist auch seit einigen Jahren keine Einzelerscheinung mehr.

Als Kernpunkt der polnisch-deutschen Unterschiede ist die verbreitete deutschfeindliche Haltung in Polen zu beurteilen. Es ist selbstverständlich Folge des Zweiten Weltkriegs, verstärkt durch solche Faktoren wie Ausverkauf polnischer Presse und Zuckerfabriken ans deutsche Privatkapital. Viele von diesen Betrieben wurden geschlossen, was zur Vergrößerung der ohnehin enormen Dauerarbeitslosigkeit in Polen stark beigetragen hat. Die größte polnische Oppositionspartei unter Führung von Jaroslaw Kaczynski schlägt ihr Kapital daraus. Seine ultramontan-proamerikanische Partei Recht und Gerechtigkeit hetzt rund um die Uhr gegen Russland und Deutschland. Und Verkündet dabei eine scheinbare Doktrin von zwei Erzfeinden, die Polen seit jeher zerstören soll. Dieser Logik folgend es ist selbstverständlich nötig die US-amerikanische Außenpolitik bedingungslos zu unterstützen.

Warum wird die russenfreundliche Pegida in Polen zunehmend unterstützt?

Außer den Gründen, die ich schon genannt habe gibt es noch eine weitere Erklärung. Der ukrainische Nationalismus, der die polnische Bevölkerung einer grausamen, geradezu bestialischen Verfolgung und Vertreibung aussetzte, ist höchst unbeliebt in Polen. Dies bezieht sich auch auf die jetzige, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew. Verbotene Früchte schmecken gut und diese alte Wahrheit betrifft nun das Wolhynien-Massaker und die breiten Schichten der polnischen Bevölkerung.

Ein weiterer Grund ist: bei jedem Demonstrationszug gegen das Elend und Regierungspolitik, gegen die Abhängigkeit von der EU, werden extrem linke Schläger aus Deutschland präsent. Sie sind zu einer Landplage am 11. November (der polnische nationale Hauptfeiertag) in Warschau geworden. Jede GIDA zu unterstützen bietet für rechte Polen einen wunderbaren Anlass Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Man soll auch den neuesten großen Terroranschlag in Tunesien nicht vergessen, wo zum ersten Mal polnische Bürger durch militante Islamisten umgebracht wurden. Nach den neuesten Umfragen mehr als die Hälfte der Einwohner Polens fürchten nun solche Angriffe in ihrem Hoheitsgebiet, und meinen der polnische Staat sei ungenügend vorbereitet solcher Bedrohung Trotz zu bieten.

Insgesamt es gibt einige ziemlich wichtige Gründe damit die Unterstützung für die PEGIDA-Bewegung in Polen wächst. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass in ein paar Monaten diese Bewegung (Pegida Polen - Pegida in Poland) eigene "friedliche Spaziergänge" in polnischen Städten veranstalten wird. #Europäische Union #Terror