Die Parole ist aus dem Vorschlag der EU-Kommission entstanden, die Mittelmeer-Flüchtlinge auf alle EU-Mitgliedsstaaten zu verteilen. Verständlicherweise stellt sich die Frage: Ist das ein Vorschlag oder ein Befehl? Bei den polnischen Nationalisten ist allerdings bekannt, dass es dabei auch um Asylbetrug und Terrorbedrohung geht. Für die Polen, die im westeuropäischen Ausland leben und arbeiten, ist es selbstverständlich geworden, dass die Multi-Kulti-Politik gescheitert ist. Sie kommen in ihre Heimat zurück und erzählen, nicht einmal öffentlich, dass die Islamisierung Europas kein Mythos und zugleich kein Segen sei.

Rede des Vertreters des Nationalradikalen Lagers in Warschau

"Wir wollen hier keine Einwanderer, die meist muslimischen Glaubens sind. Sie haben schon gezeigt wozu sie fähig sind, als sie ein paar Wochen zuvor im Mittelmeer aus einem Fischerboot ein Dutzend Christen ins Meer geworfen haben, nur weil sie zu Gott beteten, und nicht zu Allah. Wir wollen auch nicht, die Verantwortung für die Tatsache tragen, dass [...] die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich, die Rebellen in Libyen bewaffnet, und somit dazu beigetragen haben, dass die Gaddafi-Diktatur abgesetzt, bzw. entfernt wurde. Was ist das Ergebnis? Was sind die Folgen? Die Folgen sind, dass wir am Horizont den Islamischen Staat sehen und deswegen über eine Million Menschen bereit sind nach Europa auszuwandern."

Ferner hat der Warschauer Redner zum Ausdruck gebracht, dass Multikulturalismus sich als eine Sackgasse erwiesen hat; dass die Kernbewohner Westeuropas sich immer öfter kaum auf die Straße trauen. Er hat aber nicht erwähnt, dass wir es mit einem großen internationalen Problem zu tun haben. Der Satz: "Zusammen sind wir stark!" war bei ihm auch nicht zu hören. Es ist auch bemerkenswert, dass keine Gegendemonstranten aufgetaucht sind. Vielleicht ist die geringe Zahl der Versammlungsteilnehmer, in -zehn polnischen Städten, (höchstens etwa 100 Leute) der Grund dafür.

Polnische Nationalisten stehen der deutschen PEGIDA misstrauisch gegenüber

Als der zweite Weltkrieg begann und Polen bald unter Nazi-Besatzung geriet, wurde die Politik Hitlers Deutschlands zur "Endlösung der Judenfrage" bei allen Bevölkerungschichten eindeutig ablehnend beurteilt. Polnische Nationalisten, die vor dem Kriegsausbruch mit großen Teilen der jüdischen Bevölkerung um den Kleinverkauf, mehr oder weniger friedlich kämpften, waren zutiefst entrüstet, dass die Feinde des polnischen Vaterlandes die jüdischen Mitbürger so schlecht behandelten.

Es wurde ihnen klar, dass zuerst die Juden, und dann, wie in der NSDAP-Führung geplant, auch Polen und andere Slawen wie Ungeziefer ausgerottet werden sollten. Sie begannen den Juden Hilfe zu leisten. Sehr viele von ihnen kamen beim Kampf gegen das Dritte Reich ums Leben. So zum Beispiel der Anführer des Nationalradikalen Lagers in Polen, Jan Mosdorf, der zum KL Auschwitz deportiert wurde. Dort organisierte er eine Widerstandszelle und wurde, infolge einer Anzeige, u. a. für die Hilfe, die er anderen Häftlingen leistete, durch ein SS-Erschießungkommando ermordet. Seine Familie hat erfolgreich eine jüdische Familie bis zur Befreiung von der Nazi-Besatzung vor der Gestapo und SS versteckt.

Diese Haltung war zweifelsohne heldenhaft. Denn dafür stand im besetzten Polen für ganze Familien und für alle Hausbewohner die Todesstrafe. Wurde bei einer Mietkaserne nur ein Jude durch Besatzer entdeckt, wurden alle Bewohner aus ihren Wohnungen herausgeführt und samt Kindern und Greisen im Innenhof durch SS-Leute sofort erschossen. In kaum einem anderen, durch deutsche Truppen besetzten Land Europas hat Hitler so drakonische Maßnahmen befohlen.

Es ist nicht verwunderlich, dass es in Polen ziemlich wenig Solidarität für die Deutschen gibt, jetzt wo die Frustbürger auf die Straßen gehen und rufen, das Abendland vor dem Islam verteidigen zu wollen. Das ist besonders in nationalen Kreisen zu spüren. Trotzdem ist das idiotisch, wenn man sich für die Rettung des eigenes Hauses einsetzt und dabei zusieht, wie vor unserer Tür jemand das Haus des Nachbarn in Brand steckt. Wenn man die Lage in Europa so beurteilt wie dieser Versammlungssprecher aus Warschau, dann sollte man zumindest auch soviel bemerken können.

Was gesagt werden muss: die Regression in die nationale Nische bietet dabei keine Perspektive. Meiner bescheidenen Meinung nach, wird eines Tages die Wertegemeinschaft von 1789 und 1968 von den Lehren, die aus der immer gefährlicheren Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts zu ziehen sind, ersetzt. Die Machtverhältnisse in Europa werden infolgedessen höchstwahrscheinlich tief umgestaltet. Es ist sehr schwer vorauszusehen ob Demokratie letztendlich scheitern wird oder umgekehrt, sich vom Machtmissbrauch befreit und verstärkt noch einmal aufblüht. Eines ist jedenfalls sicher.

Bei der Umgestaltung und Verteidigung Europas gegen die todernste Gefahr des Wahnsinns der sog. heiligen Krieger, wird man nicht auf die Hilfe Russlands und des deutschen Volkes verzichten können. Daher wäre es auch besser für die polnischen Nationalisten, wenn sie ihre Meinung über einiges ändern würden. Ich meine, vor allem von der Deutsch- und Russenfeindlichkeit Abschied zu nehmen. Man kann nicht nur mit der Vergangenheit, ganz egal wie prächtig oder voll an Heldentaten sie war, leben. Erfordernisse des praktischen Lebens und Überlebens sowie der gesunde Menschenverstand sollen immer an erster Stelle stehen. Sonst beginnen die Anhänger der weltfremden Ideologien mit anderer Leute Existenz zu spielen. Das ist eine der Hauptlehren aus der Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. #PEGIDA