Etwa 16 Monate nachdem die Maschine des Flugs MH370 spurlos verschwand könnte es endlich einen Hinweis auf deren Verbleib geben. Die Boeing 777 der Malaysia Airline befand sich am 8. März 2014 am Weg von Kuala Lumpur nach Peking, als bereits 40 Minuten nach Start jeglicher Kontakt zum Flugzeug abbrach. Noch weitere 7 Stunden vergingen, in denen es mehrere Kursänderungen gab - erst in westliche, dann in südliche Richtung. Schließlich verschwand die Maschine vom Radar. Trotz groß angelegter Suche unter Einsatz modernster Technik fehlt vom Flugzeug und den 239 Insassen jede Spur - bis heute.

Fund einer Flügelklappe an der Küste von La Reunion:

Jetzt wurde an der Küste der französischen Insel La Reunion ein Wrackteil angeschwemmt. Die beinahe zwei Meter lange Flügelklappe scheint von einer Boeing 777 zu stammen. Von diesem Flugzeugtyp sind bis zum heutigen Tag lediglich fünf Abstürze verzeichnet. Zudem war das Wrackteil mit Muscheln bedeckt, was darauf schließen lässt, dass es sich bereits längere Zeit im Wasser befand. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich bei dem aufgefundenen Stück um einen Teil der vermissten Maschine des Fluges MH370 handelt. Allerdings wurde das Wrackteil etwa 4000 Kilometer vom vermuteten Absturzort entfernt gefunden. Experten gehen davon aus, dass es durchaus möglich ist, dass das Stück den weiten Weg durch Meeresströmungen zurücklegen konnte. Dies insbesondere, da die Flügelklappe aufgrund ihrer Konstruktion viele Lufteinschlüsse besitzt.

Untersuchungen durch Experten laufen:

Zur genauen Überprüfung wurde das Wrackteil nach Toulouse in Frankreich gebracht. Dort befindet sich die nächste für Luftunglücke zuständige französische Behörde. Anhand einer auf dem Bauteil eingestanzten Nummer soll nun identifiziert werden, ob es sich bei diesem tatsächlich um einen Teil der Maschine des Fluges MH370 handelt. Wenn dem so ist, könnte dies ein essentielles Indiz für die Lösung der Frage was wirklich mit Flug MH370 geschehen ist, darstellen. Auch die biologischen Ablagerungen sollen nun von Experten untersucht werden, um zu ermitteln wie lange sich das Wrackteil im Wasser befunden hat. Sollte es sich tatsächlich um einen Teil der vermissten Maschine handeln, werden die Meeresströmungen der letzten 18 Monate analysiert werden, um die Herkunft des Stücks zu eruieren und somit den Absturzort einzugrenzen.

Neue Erkenntnisse könnten Suche nach Flug NH370 erneut ankurbeln:

Durch eine Eingrenzung des Absturzortes wäre es den Suchteams möglich örtlich gezielter vorzugehen. Jedenfalls wurde die Hoffnung auf Aufklärung des Falls wieder geschürt. Das Wrackteil weist kaum Beschädigungen auf. Weder Einschlag- noch Brandspuren sind ersichtlich. Von einer Explosion wird daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgegangen. Wahrscheinlicher ist nach derzeitigen Erkenntnissen eine sanfte Landung auf dem Wasser. Eine vollständige Abklärung des Geschehens würde den vielen um das mysteriöse Verschwinden der Maschine gewobenen Verschwörungstheorien ein Ende setzen. Insbesondere jedoch würden die Angehörigen der 239 Vermissten nach langer Zeit der Ungewissheit endlich eine Antwort über das Verbleiben ihrer geliebten Menschen erhalten.

 

Neben dem Absturz der Germanwingsmaschine in Frankreich, kam es in diesem Jahr in Deutschland zu einigen weiteren Zwischenfällen. #Flugzeugabsturz