Dass der Kampf um die Zukunft der E-Zigarette immer absonderlichere Formen annimmt, zeigen Bestrebungen, die E-Zigarette regulatorisch in die gleiche Ecke stellen zu wollen, wie herkömmliche Zigaretten. Ein Ansinnen, das aktuell bereits am Laufen ist und von vielen Fans der E-Zigarette heftigst bekämpft wird.

Ist das „Dampfen“ von E-Zigaretten und Jugendschutz nicht vereinbar?

Hazel Mabe, die, laut Angaben von „waz.m.derwesten.de“, internationale Kontakte für eine „Dampfer“-Interessensgemeinschaft pflegt, bringt es auf den Punkt. Ihrer Aussage zufolge, ist den Verantwortlichen die Tatsache, dass es vielen Ex-Rauchern, die aufs „Dampfen“ von E-Zigaretten umgestiegen sind, seit ihrem Umstieg viel besser geht, absolut egal, denn es geht schließlich um den Jugendschutz.

Muss es einen Interessenskonflikt zwischen Fans der E-Zigarette und dem Schutz von Jugendlichen geben?

Die Notwendigkeit, dass Jugendliche geschützt werden müssen und dass es für den Genuss von E-Zigaretten eine Altersbeschränkung geben muss, steht in dieser Diskussion außer Frage. Hinterfragt werden sollte aber auf jeden Fall das Kuriosum, dass zukünftige Diskussionen über den Sinn oder Unsinn der geplanten Regulierungen anscheinend auf einen Interessenskonflikt zwischen „dampfenden“ Ex-Rauchern und zu schützenden Jugendlichen hingelenkt werden soll. Ob sich hinter dieser Konsequenz ernsthafte Sorgen um unsere Jugend, ein taktischer Schachzug, der jedem Gegenargument den Wind aus den Segeln nimmt oder um einen mangelnden Differenzierungswillen der Verantwortlichen handelt, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden.

Werden die großen Tabakfirmen als einzige Hersteller von E-Zigaretten übrig bleiben?

Fest steht auf jeden Fall, dass  hier Äpfel und Birnen in einen Korb geworfen werden. Zu wünschen wäre nämlich die Erstellung von Maßnahmen, welche auf die Interessen der „dampfenden“ Ex-Raucher sowie auf die Interessen der Jugendlichen gleichermaßen Rücksicht nimmt, anstatt die Interessen der einen gegen die Interessen der anderen auszuspielen. Selbst wenn die eine oder andere Regulierung aus Sicht des Konsumenten durchaus Sinn zu machen scheint, steckt der Teufel wie so oft auch im Detail. Gegen Gutachten, welche die Unbedenklichkeit von Produkten bescheinigen und Werbeverbote, die Sinn machen, ist nichts einzuwenden, wenn sie auch von den wirtschaftlich schwächeren Herstellern ohne Probleme bewerkstelligt werden können. Wenn allerdings als einzige Hersteller von E-Zigaretten die großen Tabakfirmen übrigbleiben, dann muss man kein Experte sein, um zu wissen, wie es mit einem der besten Hilfsmitteln, von herkömmlichen Zigaretten wegzukommen, in Zukunft bestellt ist.

Foto: Metropolico.org – CC-BY-SA 2.0 – flickr.com #Europäische Union #Gesundheit