Es ist eine surreale Situation, wenn man diese Nacht die Nachrichtenticker der Medien verfolgt. Da heißt es, dass bis zu 140 Tote bei einer Terrorwelle in Paris zu beklagen sind. Die Opferzahlen scheinen stündlich zu steigen und noch weiß niemand wirklich, ob die Anschlagserie in der französischen Metropole wirklich vorbei ist. 

Samstagmorgen um 04:00 noch keinerlei Informationen aus der deutschen Botschaft in Paris über die Anschlagsserie. 

Auswärtiges Amt bestätigt, das es mehrere Anschläge in Paris gegeben hat und das der französische Staatspräsident den Ausnahmezustand erklärte und die Grenzen hat schließen lassen.

Ausnahmezustand: Polizei und Militär schließen die Grenze

Sicherheitskräfte patrouillieren durch die Stadt, sichern Plätze und Gebäude. Unterdessen wurden die Grenzen geschlossen und Belgien führt an der Grenze zu Frankreich Grenzkontrollen ein. Unterdessen werden am Samstag um 02:30 Berichte laut, wonach sich die Zahl der getöteten Terroristen auf fünf bestätigt hat. Die meisten Opfer des "blutigen Freitag" sind wohl im Club "Bataclan" zu beklagen, wo mehrere Terroristen mit Sturmgewehren gezielt in das Publikum eines Konzertes geschossen haben, wobei sie mehrmals nachgeladen haben sollen. 

Deutsche Fußball Nationalmannschaft aus dem Stadion evakuiert

Die deutsche Fußball Nationalmannschaft und Bundestrainer Joachim Löw, die ein Freundschaftsspiel gegen Frankreich in Paris absolvierten, verbrachte mehrere Stunden in der Umkleidekabine, bevor sie das Stadion aus Sicherheitsgründen in mehreren Kleinbussen verlassen konnten. Sie wurden von Sicherheitskräften in die weiträumig abgesperrte Mannschaftsunterkunft Hotel Molitor eskortiert. Noch am Vormittag soll das komplette DFB Team Paris verlassen.

Die Terroranschläge ereigneten sich an wohl an sieben verschiedenen Orten in Paris. Betroffen sind Restaurants und auch Einkaufszentren im Zentrum der Stadt. Die Hintergründe dieser Bluttat sind noch nicht bekannt. Es ist jedoch zu vermuten, dass es sich um eine islamistisch motivierte Anschlagserie handelt, da einer der Terroristen in der Konzerthalle während des Anschlags "Allah ist groß" gerufen haben soll.

Ein Anschlag auf die Demokratie

Der feige Anschlag in Paris ist in Worte kaum zu fassen und unser aller Mitgefühl sollte jetzt den Hinterbliebenen der Opfer gelten. Diese Anschlagserie ist ein Angriff auf unsere Demokratie und unser Wertesystem. Jetzt sind Besonnenheit und Ruhe gefragt. Nun gilt es, sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern Flagge gegen Hass, Intoleranz, #Terror und Gewalt zu zeigen.

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